Skip to main content

Programme Category

Programm

Article available in the folowing languages:

Forschungs- und Entwicklungsprogramm (EWG) auf dem Gebiet der angewandten Metrologie und der chemischen Analysen (Bureau Communautaire de Référence - BCR), 1988 - 1992

Teil des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (1987 - 1991) unter Teilaktivität 3.4: "Technische Normen, Meßverfahren und Referenzmaterialien".

Die Forschung konzentriert sich auf:
- Ringvergleiche der in den Laboratorien der verschiedenen Mitgliedstaaten eingesetzten Meßprogramme;
- Verbesserung von Analyseverfahren und Instrumentierung;
- Entwicklung von Transfernormen sowie Aufbereitung und Verbreitung von Referenzmaterialien;
- Förderung der Einrichtung laborinterner Kreisläufe zur Qualitätssicherung auf Gemeinschaftsebene.
Verbesserung der Zuverlässigkeit chemischer Analysen und physikalischer Messungen (angewandte Metrologie), um zu übereinstimmenden Resultaten in allen Mitgliedstaaten zu gelangen und sicherzustellen, daß bei Verwirklichung des Binnenmarktes Ende 1992 den Analyse- und Meßlaboratorien aller Mitgliedstaaten die technischen Mittel zur Gewährleistung einer einheitlichen Anwendung von Normen, technischen Vorschriften und Richtlinien zur Verfügung stehen.
Prioritätsbereiche:

- Analysen für Nahrungsmittel und Landwirtschaft. Insbesondere: Tierbestandsanalyse und Qualitätsanalyse verarbeiteter Lebensmittel;

- Analysen im Zusammenhang mit der Umwelt. Insbesondere: Feststellung von Spuren gefährlicher Verbindungen, Feststellung von Luftschadstoffen am Arbeitsplatz und Mutagenität chemischer Substanzen;

- Biomedizinische Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Feststellung von Enzymen und Hormonen (in menschlichem Serum), hämatologische Tests (z.B. Blutgerinnung), Analysen im Zusammenhang mit Herzkreislaufkrankheiten sowie Analysen von Tumormarkern und Drogen im menschlichen Körper;

- Analysen von (im wesentlichen nichteisenhaltigen) Metallen und Oberflächenanalyse von Materialien;

Angewandte Metrologie: Von besonderer Bedeutung sind Messung und Kalibrierung der für Laborversuche wichtigsten Parameter, insbesondere Qualitätskontrolle.
Die Kommission ist unter Mitwirkung des Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschusses (BVKA) Wissenschaftliche und Technologische Normen für die Durchführung des Programms verantwortlich.

Der größte Teil der Finanzmittel wird über kostenteilige Verträge vergeben. Darüber hinaus werden auch vertragliche Dienstleistungen benötigt, insbesondere bei der Zusammenstellung von Posten von Referenzmaterial-Proben und der Probenaufbewahrung und Verteilung. Koordinationsverträge sind ebenfalls Bestandteil des Programms.

Teilnahmeberechtigt sind industrielle Organisationen, Forschungsinstitute, Laboratorien und Universitäten mit Sitz innerhalb der Gemeinschaft.

Die Auswahlkriterien richten sich nach der Übereinstimmung der technischen Ziele mit einem der vorrangigen Programminhaltspunkte, der wirtschaftlichen Bedeutung bzw. der Bedeutung für die Umwelt oder die Gesundheitsvorsorge sowie nach der Anzahl der interessierten Staaten.

Bei Projekten mit einer Vielzahl von Ringvergleichen übernimmt die Gemeinschaft die Kosten der Zusammenarbeit (Treffen, Proben, Auswertung von Ergebnissen usw.), die Messungskosten werden jedoch von den Teilnehmern getragen; sollten dabei umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten anfallen, kann sich der finanzielle Beitrag der Kommission auf bis zu 50% der Kosten für diese Arbeiten erstrecken, während Projekte oder Projektteile, die ausschließlich in Dienstleistungen bestehen (z.B. Erstellung geeigneter Proben für die Analyse), zu 100% von der Gemeinschaft finanziert werden.

Die Kommission vergibt darüber hinaus Stipendien für Doktorarbeiten und Postgraduierungsprojekte, die sich auf programmrelevante Themen beziehen. Dabei richtet sich die besondere Aufmerksamkeit der Kommission auf die Abordnung wissenschaftlichen Personals, insbesondere aus Spanien, Portugal und Griechenland, um die Ausbildung von Spezialisten voranzutreiben.

Die Kommission kann Vereinbarungen treffen mit Drittstaaten und internationalen Organisationen, insbesondere mit Teilnehmerländern im Rahmen von COST, sowie mit Staaten, die mit der Gemeinschaft Rahmenabkommen zur wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit abgeschlossen haben, und zwar mit dem Ziel, sie in das Programm einzubinden.

Im Bereich der Metrologie werden die Resultate der Ringvergleiche von den beteiligten Laboratorien automatisch verbreitet. Sie haben die Aufgabe, die Kalibrierungen allen Nutzern in ihren jeweiligen Ländern zur Verfügung zu stellen. Auf dem Gebiet der analytischen Chemie (keine zentrale Verbreitung der Ergebnisse) ist im Rahmen der Projekte häufig die Zusammenstellung von Referenzmaterialien notwendig, um die Resultate an andere Laboratorien weiterzugeben.

Am Ende des dritten Jahres legt die Kommission dem Europäischen Parlament sowie dem Rat bzw. den Mitgliedstaaten einen Bericht über die erzielten Ergebnisse vor. Nach Beendigung des Programms wird außerdem ein abschließender Leistungs- und Erfolgsbericht unterbreitet.