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Inhalt archiviert am 2024-05-27
Biomass Energy Technology Assessment - Environmental Burden Minimisation

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Die Auswirkungen von Bioenergie auf das städtische Leben

EU-Forscher beurteilten moderne Bioenergietechnologien auf Basis der anaeroben Vergärung (AV), um Städten ein höheres Maß an Nachhaltigkeit zu ermöglichen. 

Man stelle sich eine Stadt vor, die sich wie ein menschlicher Organismus verhält - Ressourcen aufnimmt und Abfälle ausscheidet. Dieses Konzept, das als urbaner Metabolismus bezeichnet wird, ist ein leistungsfähiges Modell für die Beschreibung und Analyse von Material- und Energieflüssen in den Städten und ermöglicht es uns, diese aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Städtische Abfallwirtschaft, erneuerbare Bioenergie und Umweltmanagement sind einige der Konzepte, die mit nachhaltigen Städten eng verflochten sind. Das Projekt BETA-EBM(öffnet in neuem Fenster) (Biomass energy technology assessment - Environmental burden minimisation) bot neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Bioenergie-Technologie auf die Umwelt. Die Initiative konzentrierte sich auf die Beurteilung der Umweltbelastung durch anaerobe Vergärung. Mithilfe von Enzymen, Bakterien oder andere Mikroorganismen bricht dieses Verfahren Biomasse in flüssige Kraftstoffe, Chemikalien, Wärme und Elektrizität auf. Die Forscher entwickelten ein tragbares Probennahme-Kit, um die grundlegenden Emissionsprofile von Ammoniak, Schwefeldioxid, Lachgas und Methan, die aus Gärresten stammen, zu erhalten. Der Gärrest ist das feste Material, das nach der Vergärung aus einem biologisch abbaubaren Rohstoff neben Biogas verbleibt. Die Wissenschaftler bewerteten auch verschiedene Gärrest-Management-Strategien, die größtenteils von den verwendeten AV-Augansgmaterialen, der Abwasserrückführung und der Jahreszeit abhängig sind. Sie entwickelten erfolgreich ein anaerobes Vergärungssystem, das die Eigenschaften von zwei Groß-Fermentern, die organische Fraktionen von Siedlungsabfällen verarbeiten, miteinander koppelt: ein zweistufiger Nassfermenter und ein einstufiger Trockenfermenter. Durch die Erhöhung der Abwasserrückführung von 25 auf 50%, beobachteten die Forscher reduzierte Abwassereinleitungen und erhöhte Biogasausbeute mit einem minimalen Anstieg der Ammoniakemissionen. Allerdings bemerkten sie einen starken Rückgang des Biomasseertrags und eine Zunahme der Emissionen nach der Erhöhung des Rückführungsgrads um 75%. Die Ergebnisse von BETA-EBM stellen eine Win-Win-Situation sowohl für die Bioenergieproduktion als auch für die Verringerung der Umweltauswirkungen dar, indem sie sich mit der Notwendigkeit der Verwendung von kommunalen und industriellen Bioabfällen für die Energieautarkie befassen. Die in zwei Fachzeitschriften veröffentlichten Projektergebnisse haben wichtige Auswirkungen sowohl für den Klimawandel als auch die Luftverschmutzung in Städten.  

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