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Wirksame Maßnahmen gegen die Desertifikation in Europa

Die Desertifikation, also die Ausbreitung von Wüsten- und Steppengebieten, ist ein Vorgang, der durch menschliche Aktivitäten oder klimatische Faktoren verursacht wird und sich sowohl auf Ökosysteme als auch auf regionale Ökonomien verheerend auswirkt - ein Problem, von dem auch Europa betroffen ist. Deshalb entwickelte eine Gruppe von Forschern eine methodische Verfahrensweise zur Bewertung der möglichen Reaktionen spezieller Gebiete auf die Desertifikation und ihrer Anfälligkeit für diese Form der Umweltzerstörung.

Klimawandel und Umwelt

Ein Konsortium von niederländischen, griechischen, spanischen, britischen, portugiesischen und italienischen Experten entwickelte dieses Verfahren zur Beurteilung der möglichen Reaktionen europäischer Regionen auf Faktoren, die eine Desertifikation begünstigen, durch Berücksichtigung von "funktionellen Leistungsindikatoren". Ihr besonderes Augenmerk widmeten die Forscher der Analyse von Gebieten, in denen Desertifikationserscheinungen in erster Linie durch eine veränderte Landnutzung oder eine Nutzung als Weideland verursacht worden war. Diese Vorgehensweise basiert auf verschiedenen Theorien wie z.B. der Hierarchietheorie, der ökologischen Funktion und der Desertifikations-Reaktionseinheit. Dieses Verfahren könnte auch in Gesamteuropa sehr von Nutzen sein, da es in den unterschiedlichsten Situationen anwendbar ist. Natürlich müssen die funktionellen Indikatoren anhand von Daten aus dem Feld und von Modellen bestätigt werden, um so zu einer Analyse der zeitlichen und räumlichen Reaktion des betrachteten Gebiets auf eine Desertifikation zu gelangen. Zu den verwendeten Daten gehören dynamische Eigenschaften des Bodens, der Hydrologie und der Biologie sowie Quellen und Senken für Wasser und Sedimente. Diese Verfahrensweise gestattet die Ermittlung des Verlustes an Umwelt- und wirtschaftlichen Funktionen auf Grund einer veränderten Landnutzung oder einer Bodenverschlechterung im Hinblick auf die realen kulturellen oder finanziellen Verluste. Damit könnte sich diese flexible Methodik als nützliches Hilfsmittel für den Vergleich unterschiedlicher Regionen erweisen und als Bindeglied zwischen anderen sozioökonomischen und biophysikalischen Verfahren dienen. Ein gutes Beispiel für diese Anwendung ist eine Serie von Studien, die von diesen Forschern durchgeführt wurde: Dort wurden Gebiete unterschiedlicher landschaftlicher Prägung mit verschiedenen lithologischen Eigenschaften und Landnutzungsgewohnheiten nach dem beschriebenen Verfahren untersucht. Gegenstand der Analyse waren die drei europäischen Regionen Alentejo (Portugal), Guadalentin (Spanien) und Lesbos (Griechenland). Diese innovative Methodik könnte durchaus dazu beitragen, vitale europäische Regionen vor einer Desertifikation zu bewahren.

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