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Schutzbeschichtung für optische Instrumente zum Einsatz unter Wasser

Zur Überwachung der Meereswasser-Qualität hinsichtlich der Bestimmung des Verschmutzungsgrades werden heute oft optische ozeanografische Instrumente und Unterwasserkameras eingesetzt. Diese Instrumente werden außerdem zur Untersuchung von im Meer ablaufenden Prozessen eingesetzt, die in direktem Zusammenhang mit Klimaveränderungen stehen. Ein großes Problem, das bei einer längerfristigen Überwachung der Meere entsteht, ist das so genannte "Fouling", der Bewuchs von optischen Instrumenten unter Wasser, d.h. auf dem optischen Glas anhaftende Bakterien, Mikroalgen usw. Im Rahmen des laufenden Projekts wurde eine innovative leitende Beschichtung entwickelt, die den biologischen Bewuchs deutlich senkt.

Klimawandel und Umwelt

Für optische Unterwasser-Betrachtungssysteme gibt es zahlreiche nützliche Anwendungsbereiche, etwa die Inspektion von Strukturen und Unterwasser-Anlagen und vor allem die Überwachung der Meere und der Meeresumwelt. Die Überwachung der Meerwasserqualität gibt unmittelbar und exakt Aufschluss über das Ausmaß der Verschmutzung; für Klimaveränderungen spielen zahlreiche im Meer ablaufende Prozesse eine Rolle, die ebenfalls aufmerksam beobachtet werden sollten. Die Zuverlässigkeit der Daten von den verschiedenen Plattformen wie etwa unbemannten Unterwasserfahrzeugen oder Bojen geht schon nach relativ kurzer Zeit deutlich zurück. Die Ursache liegt im Bewuchs durch Mikroorganismen auf der Oberfläche des Fensters, ein Problem, das als "biologisches oder Meeres-Fouling" bezeichnet wird. Die für die Verschmutzung verantwortlichen Mikroorganismen wie etwa Bakterien oder Algen sind überall im Meer zu finden und besiedeln optische Oberflächen. Die Bildung von biologischen Ablagerungen auf dem optischen Glas beeinträchtigt nicht nur die Zuverlässigkeit der gesammelten Daten, sondern macht außerdem häufigere Prüfungen und Wartungen der Instrumente notwendig. Das BROS ("Bio-fouling Reduction on Optical Systems") -Projekt hat eine innovative leitende Beschichtung mit geeigneten optischen Eigenschaften entwickelt, die mit einem ausreichenden Potenzial polarisiert ist, sodass sie Chlorverbindungen erzeugt. Die Chlorverbindungen verbreiten sich über die Oberfläche des Fensters und verhindern den Bewuchs durch Mikroorganismen. Dank dieser Beschichtung konnte eine Unterwasser-Videokamera über mehrere Monate gegen Fouling geschützt werden. Das KMU, das die Alleinrechte an dieser Schutzbeschichtung besitzt, sucht Instrumentenhersteller, die Interesse am Einsatz dieser Technologie haben. Das Unternehmen bietet dem Hersteller an, die Wirksamkeit der Anti-Fouling-Technologie mit seinen Produkten in der Meeres-Testanlage des Unternehmens zu testen. Weitere Angaben zu diesem Projekt finden Sie unter http://www.eng.gla.ac.uk:80/marine/bros.htm

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