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Erprobung von Konzepten zur nachhaltigen Stadtverkehrsentwicklung

SPARTACUS, ein System zur strategischen Stadtplanung, wurde in den Ballungsräumen Neapel und Vicenza zur Untersuchung von Konzepten zur nachhaltigen Stadtverkehrsentwicklung eingesetzt.

Klimawandel und Umwelt

Das System SPARTACUS dient zur strategischen Stadtplanung und ist zur Formulierung von Strategien für den Stadtverkehr sowie für die damit verbundene Erprobung verschiedener Maßnahmen wie z.B. Investitionen, Vorschriften und Preisgestaltung sowie zur Bewertung ihrer Eignung im städtischen Umfeld einsetzbar. Es befasst sich speziell mit den Wechselwirkungen zwischen dem Transportwesen, der Landnutzung, der Wirtschaft, der Umwelt und sozialen Faktoren, ferner mit den Auswirkungen von politischen Alternativen, die als Indikatoren, Hintergrundvariablenwerte und Indizes für die Umwelt, die Wirtschaft und soziale Aspekte der Umweltverträglichkeit präsentiert werden. Zum System gehört das Landnutzungs- und Verkehrsmodell MEPLAND in Kombination mit einer Reihe von Indikatoren für die nachhaltige Stadtplanung, das GIS-basierte RASTER-Verfahren mit dem Nachbearbeitungs-Tool MEPLUS zur Berechnung der Indikatoren sowie das Entscheidungshilfe-Tool USE-IT zur Auswertung der Ergebnisse der verschiedenen möglichen Strategien auf der Grundlage der gewichteten Indikatorwerte. Es steht gegenwärtig zu Erprobungs- oder Begutachtungszwecken zur Verfügung. Das System SPARTACUS wurde in den Ballungsräumen Neapel und Vicenza zur Analyse verschiedener Strategien für eine nachhaltige Stadtverkehrsentwicklung eingesetzt. Es wurde zur Unterstützung der Verkehrsrahmenplanung von Neapel und Vicenza implementiert. In Neapel erwies es sich als robust und flexibel: Hier gestattete es die quantitative Bestimmung der Auswirkungen der Einführung unterschiedlicher Strategien und Investitionen auf Faktoren wie z.B. die räumliche Verteilung von Haushalten und wirtschaftlichen Aktivitäten, Zugangsmöglichkeiten für den Zugang zu bestimmten Zonen sowie das Volumen und die Verteilung von Verkehrsströmen. In Vicenza wurde die räumliche Verteilung unterschiedlicher Haushaltstypen, wirtschaftlicher Aktivitäten und Landnutzungsformen untersucht. Dabei wurden die Wechselbeziehungen zwischen diesen Faktoren in Form von variablen Eingangs- und Ausgangskoeffizienten präsentiert. Dabei wurde ein detailliertes Modell des städtischen Straßennetzes und der lokalen Parkmöglichkeiten simuliert. Die Simulation lieferte Daten zur Entwicklung der Nachfrage als Reaktion auf bestimmte Vorschriften und Gebühren sowie zur Bereitstellung von Park-and-Ride-Möglichkeiten für Fahrten in die Innenstadt. Das Beispiel der beiden Städte veranschaulicht, dass dieses Tool in verschiedenen städtischen Situationen für die Beurteilung unterschiedlicher Strategien zur nachhaltigen Stadtplanung weitreichend und systematisch anwendbar ist.

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