Tumorbekämpfende Antikörper erfolgreich in Tabakpflanzen hergestellt
Der Anbau molekulargenetisch veränderter Pflanzen zur Produktion von hochwertigen Produkten wie etwa Pharmazeutika wird voraussichtlich innerhalb der kommenden zehn Jahre verwirklicht. Ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels wurde nun mit der erfolgreichen Produktion eines Anti-Tumor-Antikörpers in Tabakpflanzen realisiert. Um die Pflanze für die Antikörperproduktion gentechnisch zu verändern, wurde ein innovatives System entwickelt, das sich das Agrobakterium als Vektor für das Einbringen der fremden DNA in die Pflanze zu Nutze macht. Dadurch ist es möglich, die verschiedenen zur Produktion des natürlichen Antikörpers erforderlichen Gene in die Tabakblätter einzubringen. Der funktionelle Antikörper wird dann von den Extrakten der Tabakblätter filtriert und mit molekularen Techniken gekennzeichnet, um seine Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Eine Kombination aus Antikörper-Genen von Mäusen und Menschen wurde eingesetzt, um einen Antikörper herzustellen, der gezielt das Carcino Embryonic Tumour Antigen (CEA) erkennt, ein als Marker für bestimmte Tumorarten eingesetztes Molekül. Solche Antikörper können zur Überwachung des Krebsverlaufs verwendet werden. Durch den Anbau molekulargenetisch veränderter Pflanzen wäre es möglich, therapeutisch wirkende Antikörper in Massenproduktion herzustellen.