Vorfreude auf die Entwicklung von semantischen Webdiensten
Zuerst legt der Nutzer die Ziele fest, die wiederum die von der Anwendung durchzuführenden Aufgaben bestimmen. Das wird von einem Vermittler übernommen, der auf dezentralisierte digitale Archive von wieder verwendbaren Problemlösungsmethoden im Web zugreift. Entsprechend der jeweiligen Anfrage wählt der Vermittler dann diese Komponenten aus, passt sie an und konfiguriert sie. Außerdem stellt er eine Beschreibung der durchführbaren Komponentenkonfiguration bereit. Die auf einer Competence-Modelling-Architektur - der Unified Problem-solving method Modelling Language (UPML)- basierenden Kompetenzbeschreibungen unterstützen die Argumentation des Vermittlers. Zu den verschiedenen Softwarekomponentenarchiven zählen Klassifikation, Dokumentenanalyse, Informationsfilter, fallgestützte Argumentation und Planung. Zusätzlich wurde für Versuchszwecke eine Vielzahl von Nebenanwendungen entwickelt, zu denen eine Reihe von Klassifikationsanwendungen, ein Webinformationsvermittler, ein Gesundheitsfürsorgedienst und eine Anwendung zur Analyse und Klassifikation von Konferenzpapieren zählen. Das IBROW-Projekt experimentierte mit vielen Vermittlungsansätzen und verband die Forschung zu heterogenen Datenbanken, Interoperabilität und Webtechnologien mit Wissenssystemen und Ontologien. Die wichtigsten erzielten Ergebnisse beinhalten ein detailliertes deskriptives Framework, reichhaltige Ontologien, dezentralisierte Komponentenarchive, Kompetenzbeschreibungen und inhaltsabhängige Vermittlungsarchitekturen und Strategien. Diese sollen den Erwartungen zufolge die stabile Grundlage für die Entwicklung von zukünftigen semantischen Webdiensten bilden.