Neue Materialien widerstehen extremer Hitze und Strahlung
ExtreMat IP, das Projekt mit dem Thema "New materials for extreme environments", wurde auf den Weg gebracht, um neue Materialien zu entwickeln, die bei sehr hohen Temperaturen und unter Neutronenbestrahlung funktionieren. Raumfahrt, Kernfusion und Transport zählen zu den vielfältigen Einsatzbereichen derartiger Materialien. Die Erfinder erarbeiteten mit der Entwicklung der Materialien auf Grundlage der Anforderungen der Endnutzer 15 technische Spezifikationen. Sie testeten und bewerteten im Folgenden die entwickelten Verbindungen auf die Einhaltung dieser Vorgaben und wählten die besten Kandidaten für das Up-Scaling aus. Die Wissenschaftler fertigten und bearbeiteten die Verbindungen und setzten sie einer Neutronenbestrahlung aus. Nach dem Abkühlen und dem Abklingen der Radioaktivität wurden die Verbindungen und Materialien verschiedenen Nachbestrahlungsprüfungen unterzogen. Der wissenschaftliche Ausschuss der Industrie überwachte Fortschritte und Resultate der Experimente kontinuierlich. Die im Rahmen von Extremat IP durchgeführte Entwicklung und Prüfung neuer Materialien und Verbindungen könnte Fortschritte beim Schutz empfindlicher Strukturen und Geräte bedeuten, die extremen Bedingungen in Hinsicht auf Temperatur und Strahlung ausgesetzt sind. Diese Materialien könnten in Bereichen der Raumfahrt, elektronischer Geräte und in Fusionsreaktoren Anwendung finden. In diesen Bereichen konnte man bei inkrementellen Materialien bislang nicht die Herausforderung meistern, die Probleme im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber extremen Umgebungen zu überwinden.