Eine genauere Betrachtung der Baumwollrichtlinien
Die neue Baumwollregelung der EU (NCR, New Cotton Regime) wurde 2006 eingeführt und sollte die Baumwollindustrie, insbesondere Produzenten und Verarbeitungsanlagen der Baumwollprodukte auf dem gesamten Kontinent, erheblich beeinflussen. Die NCR wurde später vom europäischen Gerichtshof zurückgestellt, da sie von Spanien angefochten wurde. Die Probleme blieben jedoch auch danach bestehen, weshalb eine aktualisierte NCR entwickelt werden musste. Das EU-finanzierte Projekt "Integrating social science research into cotton reform implementation lined with the international outlook" (Isscri2) zielte darauf ab, die Industrie bei diesen Entwicklungen zu unterstützen. Das Projekt wandte sich an Interessensvertreter aus dem Baumwollsektor in Griechenland und Spanien, um es bei der Anpassung der NCR zu unterstützen. Es untersuchte außerdem die Baumwollrichtlinien weltweit, um eine effektivere Regelung für die EU zu erarbeiten. Isscri2 brachte Wissenschaftler zusammen, um die sozioökonomischen Probleme bei der Baumwollproduktion zu untersuchen, und baute dabei ein tragfähiges Netzwerk für die Baumwollrichtlinie auf. Im Jahr 2007 errichtete das Projekt eine zweisprachige, auf Französisch und Englisch verfügbare Website, um die Interaktion zu erleichtern und die Projektergebnisse zu veröffentlichen. Darüber hinaus wurde ein Newsletter veröffentlicht, der den Fortschritt und die Interaktion sowie Probleme bei den Richtlinien an die Interessensvertreter und den Sektor weltweit verbreitete. Der Newsletter wurde eingestellt, die Website ist weiterhin in Betrieb und besteht damit bereits seit vielen Jahren, was die Wichtigkeit des Themas und den Erfolg des Projekts unterstreicht. Isscri2 organisierte darüber hinaus mehrere Workshops und Treffen in Griechenland, Spanien und Frankreich, um die Zusammenarbeit der Projektpartner zu fördern. Dies führte zu drei Veröffentlichungen. Hierbei handelt es sich um einen Bericht zur Förderung der öffentlichen Beteiligung und des Bewusstseins, einen finalen Plan zur Nutzung und Verbreitung des Wissens und einen abschließenden Bericht für das Projekt. All diese Informationen sind nicht nur in Bezug auf die aktuellen Baumwollrichtlinien in der EU nützlich, sondern auch als wertvolle Ressource für andere Regionen in der Welt, die Baumwolle produzieren, zum Beispiel Afrika.