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Selected peptides as drug candidates directed to pain and neurodegeneration

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Chronische Schmerzen – schon bald Geschichte?

Mit der Überalterung der Bevölkerung nehmen auch altersbedingte Krankheiten wie Krebs, Osteoarthritis und Diabetes zu. Neue Schmerzmittel und neuroprotektive Wirkstoffe könnten die mitunter akuten Schmerzen bei Osteoarthritis und Krebs lindern und der Zerstörung von Nervenzellen bei Parkinson- und Alzheimer-Patienten entgegenwirken.

Gesundheit

Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge leidet weltweit jeder fünfte an mäßigen bis schweren chronischen Schmerzen. Zwei der Partner des EU-finanzierten Projekts Pep2brain (Selected peptides as drug candidates directed to pain and neurodegeneration) isolierten den niedermolekularen Wirkstoff BLV200703/4, der sich nach Modifizierung und Optimierung möglicherweise für die Entwicklung eines neuen Schmerzmittels eignet. Das multidisziplinäre Projekt Pep2brain will in einem gemeinschaftlichen Forschungsvorhaben das BLV200703/4-Peptid oder eines seiner Derivate bis zur präklinischen Phase entwickeln. Zusammen mit einem Unternehmen, das auf dem Gebiet pharmakologischer Leitstrukturen forscht, sowie der akademischen Expertise von Hochschulen und einem führenden Hersteller medizinchemischer Produkte entwickelt Pep2brain derzeit Varianten des Moleküls für weitere Tests. In präklinischen Tests sollen die Grundlagen für Moleküle entwickelt werden, die die nötige Stabilität, Wirksamkeit und niedrige Toxizität aufweisen, um den Zulassungskriterien und den Verbraucherbedürfnissen zu entsprechen. Nach Ende der ersten Projektphase sind die Ergebnisse viel versprechend. Die Wirksamkeit der Leitstruktur ist inzwischen belegt, auch Toxizitätsanalysen waren zufriedenstellend. Informationen zu dem neuen Schmerzmittel wurden sowohl Medizinern als auch Laien vorgestellt. Die molekularen und physiologischen Ursachen von Schmerz werden auf der Webseite http://www.dor.biochemistry-imm.org erklärt, die in einem Abschnitt auch das Projekt Pep2brain präsentiert. Weiterhin wurde in Medien wie Radio und Presse sowie in mehreren Seminare in europäischen Schulen und Universitäten über das Projekt informiert. Der nächste Schritt besteht in der Förderung künftiger Forschungsaktivitäten. Die Konsortiumpartner werden ihre medizinisch-chemischen Forschungen weiterführen und Labore für präklinische toxikologische Untersuchungen einrichten.

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