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Study of Open Access Publishing

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Open-Access zu Unmengen an Daten

Von den Forschern dieser Welt werden Unmengen an Daten erzeugt. Experten sind bestrebt bessere Wege zu finden, diese Datenflut einfacher zugänglich zu machen.

Digitale Wirtschaft

Das Konzept des "Open-Access" (OA) bezieht sich auf die Veröffentlichung von Forschungsmaterialien im Internet, damit alle Menschen hierzu Zugang haben. Die Popularität von OA ist in den letzten Jahren gewachsen, wodurch der Wissensaustausch beschleunigt und die Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen gesteigert wurde. Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) steht an der Spitze eines EU-finanzierten Projekts zur Untersuchung von Veröffentlichungen im Open-Access ("Study of Open Access Publishing – SOAP"). Das Projekt untersucht nachhaltige Geschäftsmodelle zur Förderung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, da Verlage mit neuen Möglichkeiten experimentieren und innovative Alternativen erforschen. Die Forschungsgemeinschaft umfasst wichtige Beteiligte in diesem Bereich wie Verlage, Fördereinrichtungen und Bibliotheken. Wichtige Wissenschaftsverlage wie BioMed Central, Sage und Springer trafen sich mit Fördereinrichtungen, dem Science and Technology Facilities Council und der Max Planck Digital Library. Zusammen untersuchten sie Open-Access-Veröffentlichungen, um das Verständnis über den Markt sowie über die Chancen und Risiken zu erweitern. Das Projektteam hat eine Umfrage vorbereitet, an der eine große Anzahl an Wissenschaftlern aus dem Europäischen Forschungsraum und darüber hinaus teilnahm. Es gelang, Wege aufzuzeigen, die Marktdurchdringung der Open-Access-Veröffentlichungen zu messen, zudem erfolgen Analysen, welche Materialien zu Forschungen verfügbar sind. Das Team untersuchte mehr als 4.000 Zeitschriften, verzeichnete ihre Auflage sowie andere wichtige Informationen wie Geschäftsmodelle und Urheberrechte. Diese Analyse begann mit der "Directory of Open Access Journals", anschließend fand die Untersuchung anderer wichtiger Quellen statt. Eine Online-Untersuchung von Open-Source-Materialien und –Mechanismen brachte hervor, dass das "Hybrid-Open-Access-Modell" das erfolgreichste und wichtigste Modell war, insbesondere im Bereich der Wissenschaft und Forschung. Dies bedeutet, dass die Inhalte nicht komplett kostenlos und jedem zugänglich sind, sondern eine spezielle Bezugsform erfordern. Aus diesem Projekt sind viele wichtige Ergebnisse hervorgegangen, obwohl diese noch nicht endgültig sind. Das Projektteam fand heraus, dass etwa 8% der weltweit geschaffenen wissenschaftlichen Schriften im Open-Access veröffentlich werden, also etwa 120.000 Artikel pro Jahr bei einer geschätzten Gesamtmenge von 1,5 Mio. Artikeln. Fünf Verlagen gehört ein Großteil der OA-Zeitschriften, sieben Verlage veröffentlichen die meisten der OA-Artikel und dominieren den Markt. Das Hybridmodell verfügt insgesamt über eine Marktdurchdringung von weniger als 1%, jedoch bieten 2 % aller Zeitschriften diese Möglichkeit an. Etwa ein Drittel aller OA-Verlage wenden die Creative Common Licence nicht an, fordern aber eine Übergabe der Urheberrechte. Der größte Verlag im Hinblick auf die Zahl der Zeitschriften und Artikel wendet ein Geschäftsmodell an, bei dem eine Bearbeitungsgebühr für die Artikel anfällt. Andere wichtige Geschäftsmodelle in Bereichen wie den Gesellschaftswissenschaften und den Humanwissenschaften erhalten eine Form der Unterstützung. Interessanterweise gibt es anscheinend nur eine geringe Korrelation zwischen der Größe eines OA-Verlages und dem Umstand, ob ihre Zeitschriften einflussreich sind oder nicht. In der nahen Zukunft wird das Projekt an der Weitergabe und Analyse der Antworten auf die Umfragebögen arbeiten, um eine Übersicht über die Triebkräfte und Barrieren für Wissenschaftler, im Open-Access zu veröffentlichen, zu schaffen. Darüber hinaus soll eine genauere Evaluierung der aktuellen Situation des Open-Access erfolgen und ein Weg aufgezeigt werden, wie ein nachhaltiger Übergang zu Open-Access-Veröffentlichungen möglich ist. Durch den Austausch von praktikablen OA-Modellen können die europäischen Forscher, und auch die Welt, vom Wissensaustausch profitieren und Zugang zu umfangreichen Materialien haben. Dies kann den wissenschaftlichen Fortschritt nur beschleunigen.

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