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Quality and Risk Management in Meat Chains

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Systematisierung der Fleischproduktion im Gange

Ein EU-Team hat IT- und managementgestützte Steuerungssysteme entwickelt, mit denen sich die Qualität des europäischen Fleischs verbessern lässt. Das System überwacht Dioxine innerhalb der gesamten Lieferkette, es bewertet und managt beispielsweise die Herdengesundheit mittels Blutanalyse, während aber auch die Entscheidungsfindung unterstützt wird.

Industrielle Technologien

Die europäische Fleischindustrie muss modernisiert werden und Weiterentwicklung zulassen. Damit dies geschieht, muss sich der Sektor nach Ansicht einiger auf eine bedarfsorientierte Lieferkette hinbewegen sowie neue Sicherheitstechnologien einführen. Das EU-finanzierte Projekt QUARISMA (Quality and risk management in supply chains) hatte das Ziel, die notwendigen Veränderungen zu auszuarbeiten und einzuführen. Hauptziel war die Erhöhung der Qualität, was durch einen technisch-managementgeprägten Ansatz an Innovation und Risikokontrolle zu erreichen ist. Weitere Ziele waren die Förderung des Wissenstransfers zwischen den Akteuren des Sektors und die Verbesserung der Wirksamkeit von Forschung. Die Zielsetzung wurden über Entsendungen und andere Formen des Austauschs erreicht. Das aus neun Mitgliedern bestehende Konsortium arbeitete vier Jahre und endete im August 2013. Die Arbeiten begannen mit der Analyse von vier deutschen Schweinefleischproduzenten, die mit Erfolg Lieferkettensysteme umgesetzt haben. Die Untersuchung hob hervor, auf welche Weise die allgemeine Einführung derartiger Systeme zu Verbesserungen führten. In der Arbeit verglich man auf die Gesundheit der Schweine ausgerichtete Managementsysteme in drei Ländern, wobei sich Vorschläge für die Harmonisierung der Systeme ergaben. QUARISMA entwickelte überdies ein Entscheidungshilfeinstrument, um kostenwirksame Möglichkeiten der Überwachung von Dioxinen in kompletten Lieferketten zu schaffen, wobei man die Schlussfolgerung zog, dass die Futtermittelhersteller der effektivste Erfassungspunkt waren. Das Konsortium überprüfte das Potenzial für eine IT-Unterstützung des Qualitätsmanagements. Unter Verwendung der klassischen Schweinepest als Beispiel für eine mögliche Krise passte das Team ein allgemeines Engage-Exchange-Modell an ein sektorspezifisches Prototypmodell an. Das Modell unterstützte öffentlich-private Partnerschaften und trug zur verbesserten Krisenkommunikation bei. Bei einer weiteren Innovation ging es um die Bewertung der Herdengesundheit durch Blutanalyse. Der resultierende Indikator unterstützte Qualitätskontrollentscheidungen und wurde von einem deutschen Erzeugerverband umgesetzt. Weitere Entwicklungen umfassten die Demonstration eines mikrobiologischen Konzepts zur verbesserten Gefahrenabwehr und Risikominderung entlang der Lieferkette. Das Team integrierte ein Gesundheitsmanagementsystem für landwirtschaftliche Betriebe, das Herden mit unzureichender Gesundheit ermitteln soll. Das Projekt entwickelte ein von deutschen Behörden anerkanntes Schulungsprogramm, das die europäischen Universitätskurse zu diesem Thema neu strukturieren und modernisieren soll. Zum Abschluss veröffentlichte das Projekt deutsche und englische Versionen eines Buches, das über seine Ergebnisse berichtet. QUARISMA förderte effektive Partnerschaften zwischen den Akteuren des europäischen Fleischproduktionssektors. Die Arbeit ergab Systeme zur Verwaltung von Lieferketten, was letztlich Fleisch höherer Qualität bedeutet.

Schlüsselbegriffe

Fleisch, nachfrageorientiert, Lieferkette, Sicherheit, Management

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