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Montenegrin Researchers' Mobility Network

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Der Forschung in Montenegro den Rücken stärken

Da sich Montenegro, ein kleines Land in Südosteuropa, auf eine spätere Aufnahme in die EU vorbereitet, unternimmt man derzeit Anstrengungen zur Stärkung der Forschungspotenziale sowie zur Förderung der wechselseitigen Mobilität von Forscherinnen und Forschern.

Industrielle Technologien

Das kleine Montenegro, offizieller Kandidat für die Mitgliedschaft in der EU, wird ganz erheblich von der Unterstützung von Forschung und Entwicklung (FuE) durch die Union profitieren können. So sind schon Bemühungen im Gange, Montenegros Chancen auf internationale Forschungszusammenarbeit zu verbessern, wobei man das Ziel einer wettbewerbsfähigeren Wirtschaft verfolgt. Das EU-finanzierte Projekt "Montenegrin researchers' mobility network" (EURAXESS MONTENEGRO) arbeitete an der verstärkten Förderung der tertiären Bildung, um das Humankapital des Landes weiterzuentwickeln, wobei man sich insbesondere auf die Mobilität der Studierenden sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrierte. Vor diesem Hintergrund erstellte das Projekt eine nationale Infrastruktur zur Förderung der wechselseitigen Mobilität von Forscherinnen und Forschern. Man erstellte das lokale Euraxess-Portal für die kleine Nation, um Informationen und Dienstleistungen rund um die Mobilität von Forscherinnen und Forschern deren berufliche Entwicklung anzubieten. Über dieses Portal hinaus steigerte das Projektteam das Bewusstsein bezüglich der Vernetzung innerhalb der Forschergemeinschaft des Landes, betonte die Chancen für Forscherinnen und Forscher sowie knüpfte enge Beziehungen zu anderen regionalen Mitgliedern des Euraxess-Netzwerks. Im Ergebnis dieser Initiativen wurde an der Universität Montenegro das Euraxess-Dienstleistungszentrum gegründet. Es baute eine leistungsfähige Managementstruktur und eine Lenkungsgruppe auf, wobei Kennzahlen der FuE-Landschaft des Landes unter Beteiligung aller drei Universitäten Montenegros einbezogen wurden. Überdies zählte zu den Leistungen des Projekts die Erstellung eines umfassenden Leitfadens in Englisch mit zentralen Informationen für nach Montenegro kommende Forscherinnen und Forscher. Er beinhaltet Informationen über Visabestimmungen, Anerkennung von Diplomen, Bildung, soziale Sicherheit, das Gesundheitswesen und die geistigen Eigentumrechte (Intellectual Property Rights, IPR) im Zusammenhang mit Forschung. Ein weiterer Leitfaden für das Land verlassende Forscherinnen und Forscher dokumentiert Informationen über Finanzierungswege, die Arbeitssuche und die Visumbeantragung für Forscherinnen und Forscher. Etliche Schulungen, Infotage und Workshops trugen zur Weiterverbreitung der Projektergebnisse, Leitlinien und Erkenntnisse zu den Interessengruppen und somit zur stärkeren Mobilität der Forschergemeinschaft bei. Indem der akademischen Landschaft des Landes wertvolle Unterstützung zukommt, wird das Projekt das Ansehen der montenegrinischen Wissenschaftsgemeinschaft auf nationaler und internationaler Ebene erhöhen. Montenegro wird aus dem Projekt als ein stärkerer Mitspieler in der europäischen FuE-Arena hervorgehen. Man ebnet hier den Weg für den späteren Eintritt des Landes in die EU und in den Europäischen Forschungsraum (EFR).

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