Entsendungsprogramm für die Gemeinsame Forschungsstelle
Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission hat vor kurzem die Einrichtung eines neuen Entsendungsprogramms angekündigt, das für Forscher aus der Industrie und anderen Forschungsinstituten gedacht ist, damit sie über einen gewissen Zeitraum auf einem spezifischen Gebiet der wissenschaftlichen Forschung bei der Gemeinsamen Forschungsstelle arbeiten können. Ziele dieses Programms sind die Förderung des Transfers von wissenschaftlichem Know-how und der Berufsbildung der teilnehmenden Wissenschaftler. Die GFS fungiert als wichtige wissenschaftliche Informationsquelle bei der Bestimmung der Richtung der europäischen Politik und der Formulierung von Rechtsbestimmungen, und die Partner bei diesem Entsendungsprogramm haben Zugriff auf wesentliche Informationen, die ihnen eine frühzeitige Vorbereitung auf die zukünftige regelnde Politik ermöglichen. Informationen, die sich spezifisch auf den externen Partner beziehen, können dabei sein Eigentum bleiben, sofern dadurch zukünftige GFS-Forschung auf dem betreffenden Gebiet nicht behindert wird. Die Übertragung intellektueller Schutzrechte kann erforderlichenfalls vorgesehen werden. Das Entsendungsprogramm steht Wissenschaftlern auf nachfolgenden Gebieten offen: - Referenzlabor für Neutronendaten; - Referenzlabor für Messungen an Isotopen; - Zentrum für Referenzsubstanzen und chemische Referenzmessungen; - Labor für Aktinide-Benutzer; - Hotcell-Einrichtungen; - Labor für kriminalwissenschaftliche Analysen; - Labor für weniger bedeutende Aktinide (MA-Labor); - Europäisches Mikrowellensignatur-Labor; - Prospektive Studien über Technologie-Beschäftigung-Wettbewerbsfähigkeit; - Technologiebeobachtung; - Bor-Neutroneneinfangstherapie (BNCT); - Strahlrohre im Hochflußreaktor; - Europäisches Referenzlabor für atmosphärische Veschmutzung; - Systemanalyse und Informationseinschätzung; - Strukturelle Mechanik; - Industrielle Gefahren; - Sicherheitsmaßnahmen und Nachweismethoden.