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Warum Wissenschaftsjournalisten „die Geschichte erzählen“ und gleichzeitig Daten liefern müssen: CORDIS nimmt an der 11. Weltkonferenz der Wissenschaftsjournalisten 2019 teil

Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, eröffnete am 1. Juli 2019 in Lausanne die 11. Weltkonferenz der Wissenschaftsjournalisten (WCSJ). Da sein Vater Journalist in einem problematischen Portugal war, begann er seine leidenschaftliche, inspirierende Rede mit einem Plädoyer dafür, warum Journalisten „die Geschichte erzählen“ müssen.

Gesellschaft

In Erinnerung an seine Kindheit berichtete Kommissar Moedas davon, wie sein Vater Journalist im turbulenten, revolutionären Portugal der 1970er Jahre war. Eines Tages kam sein Vater nach Hause und erzählte seiner Mutter, dass er ins Gefängnis gehen müsse. Er beschwor seine Frau, den Kindern „die Geschichte zu erzählen“, falls ihm etwas zustoßen würde. Kommissar Moedas betonte: „Wir als Wissenschaftsjournalisten müssen den Menschen die Geschichte der Wissenschaft erzählen. Beweise sind nicht genug, man muss die Geschichte erzählen.” In seinen weiteren Ausführungen, in denen er sagte, dass die eigene Identität schwach werden würde, wenn man aufhöre, die Geschichte zu erzählen, erwähnte er den wichtigsten Aspekt: Emotionen. Außerdem stünden Journalisten heute mit einer ganzen Generation von Geschichtenerzählern im Wettbewerb , sodass sie noch besser sein müssten, als die Journalisten, die Seite an Seite mit seinem Vater gearbeitet hätten. Tausende Geschichten am Horizont: Horizont 2020 ebnet den Weg für das neue Horizont Europa Die Europäische Kommission war ein Sponsor der WCSJ und fungiert natürlich als Planer und Anbieter hinter Horizont 2020 (H2020), auf das bald Horizont Europa folgt. Das bevorstehende und ambitionierte 100 Mrd. EUR umfassende Forschungs- und Innovationsprogramm wird Forschern und Kleinunternehmen die Chance geben, ihre Forschung erfolgreich zu realisieren, um eine Wirkung zu erzielen, die ohne diese Finanzierung eventuell nicht möglich wäre. Für einen wirksamen Vorschlag baute die Kommission auf den Erkenntnissen von H2020 auf. Auf einer Pressekonferenz mit der Generaldirektion Forschung und Innovation präsentierte und benannte Generaldirektor Jean-Eric Paquet die zukünftigen Herausforderungen für die europäische Forschung, einschließlich Informationen zu dem neuem, in hellem Licht erstrahlenden Programm Horizont Europa. Vor dem Abschluss des aktuellen Rahmenprogramms enthüllte Generaldirektor Paquet, dass H2020 noch 11 Mrd. EUR für Forschungszwecke zur Verfügung hätte. Herausforderungen treffen auf die neue Wissensrevolution Gesellschaftliche Herausforderungen, mit denen Horizont Europa unmittelbar konfrontiert ist, betreffen unter anderem das Senken des CO2-Anteils in der Atmosphäre, die effiziente Nutzung von Ressourcen in einer Kreislaufwirtschaft und Sicherheitsbedrohungen, die in ihrer Größenordnung und Mannigfaltigkeit zunehmen. Generaldirektor Paquet geht davon aus, dass die nächste Wissensrevolution im Bereich künstliche Intelligenz und Digitalisierung stattfinden wird. Horizont Europa läuft bis 2027 mit einem Budget von 100 Mrd. EUR, um „die Vielfalt der europäischen Forschung zu kombinieren, damit kritische Masse zur Verstärkung der Projektwirkung hinzugefügt wird“, gab er an. Die Forschung wird auch mehr an der Anwendung orientiert sein, ein großer Fortschritt gegenüber H2020. Die fünf Cluster der Säule globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit – Gesundheit, inklusive und sichere Gesellschaft, Digitales und Industrie, Klima, Energie und Mobilität sowie Nahrungsmittel und natürliche Ressourcen – werden mit insgesamt 50,5 Mrd. EUR bedacht und stark bereichsübergreifend sein, um die Bereitstellung multidisziplinärer Forschungsergebnisse zu ermöglichen. Mit voraussichtlich 20 000 finanzierten Projekten bietet sich ein enormer Umfang an journalistischem Material für die Öffentlichkeit und Politiker. Gemeinsam werden die Kommission und das Europäische Parlament eine bessere Politik mit fundierten, präzisen Daten gestalten. Kommissar Moedas betonte: „Gute Wissenschaftsgeschichten sind wesentlich für die Demokratie.“

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