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Neuer Fond für KMU in Mittel- und Osteuropa

Als Teil ihrer gemeinsamen Initiative, die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen, haben die Europäische Kommission und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) ein Abkommen geschlossen, eine Fazilit...

Als Teil ihrer gemeinsamen Initiative, die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen, haben die Europäische Kommission und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) ein Abkommen geschlossen, eine Fazilität von 125 Millionen Euro für KMU in den 10 mittel- und osteuropäischen Ländern, die der Europäischen Union (EU) beitreten wollen, bereitzustellen. Diese Länder sind Bulgarien, Estland, die Tschechische Republik, Ungarn, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, Slowenien und die Slowakische Republik. Der für wirtschaftliche, finanzielle und monetäre Fragen zuständige amtierende Kommissar Yves-Thibault de Silguy, lancierte diese gemeinsame Fazilität gestern in London zusammen mit dem Präsidenten der EBWE, Horst Köhler, auf deren Jahreshauptversammlung. Die EU unterstützt seit 1990 KMU in Mittel- und Osteuropa im Rahmen des PHARE-Programms. Dies geschieht zumeist in Form von technischer Unterstützung und Joint Ventures zwischen der EU und einzelnen Ländern. Auch die EBWE unterstützt KMU seit ihrer Gründung durch ihre Programme für Kleinunternehmen, Kapitalbeteiligungen an Banken, Kreditlinien an Banken, Mechanismen zur Erleichterung des Handels und ein beachtliches Netzwerk privater Aktienfonds. Diese gemeinsame Fazilität wird den wirtschaftlichen Übergang der mittel- und osteuropäischen Länder und die Vorbereitung ihres EU-Beitritts unterstützen. Hauptzielsetzung ist dabei, das Wachstum von Kleinunternehmen durch den Zugang zu festen Krediten und Kapital zu fördern, indem lokale Finanzinstitute gestärkt werden. Die Fazilität wird für intermediäre Finanzinstitute Anreize schaffen, auf neue Finanzierungsinstrumente und -aktivitäten zuzugreifen. Sie ermöglicht es außerdem den lokalen Banken, ihre Kreditbewertung und ihre Überwachungs-, Kontroll- und Umsetzungsfähigkeiten zu verbessern. Länderspezifische Aktienfonds werden einen Anstieg der Kapitalbeteiligungen fördern. Der amtierende Kommissar de Silguy betonte die Bedeutung eines starken, pulsierenden KMU-Sektors für die wirtschaftliche Entwicklung, die Beschäftigung und die adäquate Vorbereitung des EU-Beitritts. "Wir arbeiten bereits mit meinem Kollegen Hans van den Broek, dem amtierenden Kommissar für Auswärtige Beziehungen zu Mittel- und Ostereuropa, im Hinblick auf eine zweite Projektphase zusammen, und ich vertraue darauf, daß die EBWE in den kommenden Jahren weiterhin eine wichtige Rolle bei der Unterstützung dieser Fazilität spielen wird", so de Silguy. "Die Unterstützung von KMU durch einen strategischen, integrierten, länderspezifischen Ansatz ist eine der Hauptprioritäten der EBWE bei der Förderung des Übergangs zur Marktwirtschaft in den mittel- und osteuropäischen Ländern. Die Bank setzt einen erneuten Akzent darauf, die Finanzierung von KMU auszuweiten und wird verstärkte Anstrengungen unternehmen, eine Unterstützungskultur für KMU zu schaffen," sagte Horst Köhler. "Unsere Bemühungen ergänzen die der EU, die Unterstützung der Entwicklung von KMU fortzusetzen, die ein wesentliches und dynamisches Element der Volkswirtschaften der Länder sind, in denen die EBWE Geschäfte tätigt. Der KMU-Fazilität werden weitere Programme zur KMU-Finanzierung in anderen Ländern, in denen die EBWE tätig ist, folgen." Der Gesamtbetrag der Fazilität von 125 Mio Euro wird von der EBWE verwaltet. Die Finanzierung umfaßt 50 Mio Euro in Form von Beihilfen der Europäischen Kommission und 50 Mio Euro an Kreditlinien der EBWE, die auch 25 Mio Euro an Fondsinvestitionen bereitstellt. Die EBWE und die Kommission hoffen, im Laufe des Jahres 1999 ein Programm mit mindestens 10 intermediären Finanzinstituten initiieren zu können. Das Programm wird mit der Zeit erheblich ausgedehnt werden.