Wie können FTE-Strukturunterstützungsprogramme die EU-Erweiterung unterstützen?
Im Februar dieses Jahres kamen Experten im Bereich FTE und EU-Erweiterung in Baden bei Wien, Österreich, zusammen, um das Potential der FTE-Strukturunterstützungsprogramme für die Erweiterung der Europäischen Union zu diskutieren. Nunmehr liegt eine Veröffentlichung zum Ablauf dieser Konferenz vor. Sie enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Reden der Veranstaltung, die darauf abzielte, die Synergien zwischen den Strategien zur Unterstützung von Forschung und technologischer Entwicklung und den regionalen Strategien aufzuzeigen. Im Rahmen der Konferenz wurde der Versuch unternommen, Forschungsthemen mit struktureller Entwicklung zu verbinden, wobei das Hauptaugenmerk auf die regionale Entwicklung gerichtet war. Anknüpfend an frühere Studien zu diesem Bereich untersuchten und diskutierten die Teilnehmer die jüngsten Entwicklungen hinsichtlich der FTE-bezogenen Strategien in den Anwärterländern, die inzwischen in Beitrittsverhandlungen mit der EU stehen. Ferner untersuchten sie die Nützlichkeit solcher Studien und deren Potential für die Festlegung künftiger Erfordernisse, neben Überprüfungen, wie gemeinsame Rahmenbedingungen für alle Strategien und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Beitritt zur EU formuliert wurden. Zu den Rednern gehörten Philippe Galiay von der GD XII der Europäischen Kommission, Rupert Pichler vom österreichischen Ministerium für Wissenschaft und Verkehr sowie zahlreiche weitere Vortragende aus ganz Europa. Ihre Beiträge bezogen sich im wesentlichen auf folgende Hauptthemen: - die Rolle der FTE im Integrationsprozeß; - Strukturfonds und FTE-Strategien - bestmögliche Verfahren in den Mitgliedsstaaten der EU; - Fallstudien für eine FTE-geführte regionale Entwicklung in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Ferner enthält die Veröffentlichung Reden aus der Abschlußsitzung und weitere Fallstudien zu bestmöglichen Verfahren (die auf der Konferenz nicht vorgestellt wurden). Die Veröffentlichung ist sicherlich eine interessante Lektüre für Unternehmer und Mitarbeiter in Forschungsinstituten in der Europäischen Union, die eine Zusammenarbeit mit Forschern aus mittel- und osteuropäischen Ländern hinsichtlich Projektvorschlägen für das Fünfte FTE-Rahmenprogramm der EU erwägen. Die Konferenzveranstalter aus der Europäischen Kommission und dem österreichischen Ministerium für Wissenschaft und Verkehr möchten insbesondere kleinere Forschungsinstitute dazu ermutigen, über eine Suche nach Forschungspartnern aus den Anwärterländern nachzudenken, die bereits vollständig in das Fünfte Rahmenprogramm integriert sind oder dies sehr bald sein werden. Diejenigen, die sich noch eingehender mit diesem Bereich befassen möchten, sind möglicherweise auch an einer vor einem Jahr fertiggestellten Studie von Coopers and Lybrand (jetzt PriceWaterhouse Coopers) interessiert. Einige Exemplare der Studie mit dem Titel "Impact of enlargement of the European Union towards the Associated Central and Eastern European countries on RTD, innovation and structural policies" (Die Auswirkung der Erweiterung der Europäischen Union auf die assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas hinsichtlich FTE, Innovation und Strukturstrategien) können noch auf Anfrage von der Europäischen Kommission bezogen werden.
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