EU-Wettbewerb für junge Wissenschaftler
Die griechische Stadt Thessaloniki ist ein Ort, an dem sich Philosophen, Mathematiker und Gelehrte schon seit Jahrhunderten mit den Fragen beschäftigen, die der modernen Wissenschaft zugrunde liegen. In diesem Monat wird es in Thessaloniki nicht anders sein, da sich hier rund 80 junge Wissenschaftler aus ganz Europa zum 11. EU-Wettbewerb für junge Wissenschaftler versammeln. Die Veranstaltung findet in der Woche vom 19. bis 26. September 1999 statt. Der Wettbewerb ist alljährlich Schauplatz der von europäischen Studenten erzielten herausragenden Errungenschaften auf dem Gebiet der Wissenschaft. Nur Projekte, die mit den wichtigsten nationalen Preisen ausgezeichnet wurden, werden berücksichtigt. Für viele junge Wissenschaftler stellt dieser Wettbewerb das höchste zu erreichende Ziel dar. Eine wissenschaftliche Ausstellung wird parallel zur Veranstaltung stattfinden und alle 58 konkurrierenden wissenschaftlichen Projekte der Teilnehmer präsentieren. Die eingereichten Beiträge decken eine Reihe wissenschaftlicher Themen ab und reichen von der Erforschung der Asteroiden und Gnomone bis hin zur Forschung über die DNA, Vulkane und Umweltschutz. Darüber hinaus werden Versuche zur Genmanipulation ebenso wie Versuche zur Erzeugung von "Kern"-Energie aus Pfirsichen vorgestellt. Organisiert wird die Veranstaltung im Rahmen des EU-Programms "Verbesserung des menschlichen Forschungspotentials" unter der Leitung der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. Eine internationale Jury aus 14 hochrangigen Wissenschaftlern wird die drei besten Beiträge ermitteln, die jeweils mit dem ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro ausgezeichnet werden. Es gibt drei zweite Preise im Wert von 3.000 Euro und schließlich drei dritte Preise in Höhe von 1.500 Euro. Außerdem werden einige Kandidaten ausgewählt, die die EU auf dem International Youth Science Seminar (Internationales Wissenschaftsseminar für die Jugend) in Stockholm vertreten und dort die Gelegenheit haben werden, die für den Nobelpreis nominierten Wissenschaftler bei der Verleihungszeremonie zu treffen. Sie werden darüber hinaus als EU-Repräsentanten an dem International Youth Science Forum (Internationales Wissenschaftsforum für die Jugend) in London teilnehmen. Zum ersten Mal werden dieses Jahr Sonderpreise vergeben. So werden einige junge Wissenschaftler ausgewählt, die gemeinsam mit herausragenden Forschungswissenschaftlern an Projekten zusammenarbeiten sollen. Diese Projekte werden von der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, den European Northern Observatories, dem norwegischen Polarinstitut und der Royal Geographical Society organisiert. Gewinner der vorangegangenen Wettbewerbe werden einen Alumni-Preis verleihen. Die Eröffnungsveranstaltung am 22. September findet unter Anwesenheit des griechischen Staatspräsidenten Constantinos Stefanopolos, des Generaldirektors der GD XII der Europäischen Kommission, Jorma Routti, sowie des Leiters des Programms zur Verbesserung des menschlichen Forschungspotentials, Achilleas Mitsos, statt.
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Griechenland