Wirtschafts- und Sozialausschuß empfiehlt Ausweitung der nationalen Regeln bezüglich der Eigentumsrechte der Medien
Der Wirtschafts- und Sozialausschuß hat den Mitgliedsländern empfohlen, die nationalen Regeln bezüglich der Eigentumsrechte der Medien auf die neuen digitalen Rundfunkdienste auszuweiten, um ein mögliches Risiko mißbräuchlicher Unternehmenszusammenschlüsse zu vermeiden. In einer Stellungnahme zum Thema Pluralismus und Meinungsfreiheit in den Medien im Zeitalter der Globalisierung und der digitalen Konvergenz empfiehlt der Wirtschafts- und Sozialausschuß eine Ausweitung dieser Regeln auf die neuen, im Internet verfügbaren, audiovisuellen und schriftlichen Informationsquellen. Die Maßnahmen wären dann auf europäischer Ebene zu koordinieren, wobei jedoch auch Leitlinien der Europäischen Gemeinschaft aufgestellt werden könnten, um Pluralismus und nationale Unterschiede aufrechtzuerhalten. Zum Thema "Portale", die dazu tendieren, die verfügbaren Informationen zu kanalisieren und zu standardisieren, schlägt der Ausschuß eine Kompetenzerweiterung der Regulierungsbehörden in den Mitgliedstaaten bei einer Koordinierung auf Kommissionsebene vor. Der Ausschuß sprach sich ferner für die Einführung eines "europäischen Labels" zur Kennzeichnung der Informationsqualität und professioneller Standards durch eine Selbstregulierung der Branche aus. Schließlich würde es der Ausschuß begrüßen, wenn Medienexperten zur Gewährleistung einer hohen Informationsqualität ethische Standards verabschiedeten.