Erste Ergebnisse des zweiten Aufrufs zur Vorschlagseinreichung von "Growth"
In der zweiten Runde der Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen für das Fünfte FTE-Rahmenprogramm der Kommission hat das Programm "Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum" sein Ziel erreicht, die kritische Masse seiner Vorschläge zu erhöhen, wobei die Zahl der Partner pro Konsortium erstmals mehr als zehn beträgt. Das Ergebnis ist vor dem Hintergrund einer allgemeinen Erfolgsquote von einem Drittel zu sehen; eine ähnliche Zahl wie beim ersten Aufruf, der im Juni 1999 endete. Seit dem Beginn der ersten Forschungsprogramme zu industriellen Technologien und Materialien vor über zehn Jahren nahm die Größe der Partnerschaften ständig zu. Mit diesem Aufruf, der am 31. März 2000 endete, erreichte sie einen Spitzenwert von durchschnittlich 10,6. Die durchschnittlich angeforderten Finanzierungsmittel pro Vorschlag haben sich daher gegenüber dem ersten Aufruf erhöht und liegen nun bei 2,7 Millionen Euro. Die von den 947 eingegangenen Vorschlägen angeforderten Gemeinschaftsmittel belaufen sich auf insgesamt 2,2 Milliarden Euro, das Dreifache der für diesen Aufruf bereitzustellenden veranschlagten Haushaltsmittel in Höhe von 595 Millionen Euro. Nach einer technischen und sozioökonomischen Bewertung durch 40 unabhängige Sachverständigengremien hielten 288 Vorschläge (darunter 259 Vorschläge für gemeinsame Kostenbeteiligungsmaßnahmen sowie 24 Vorschläge für thematische Netze und konzertierte Aktionen) den Bewertungskriterien stand und wurden für unverzügliche Verhandlungen als vorrangig eingestuft. Die Verhandlungen über die empfohlenen Vorschläge sind jetzt im Gange; erste Verträge werden im November zur Unterzeichnung versandt, so daß die Projekte Anfang des kommenden Jahres anlaufen können. Die 288 ausgewählten Vorschläge umfassen 3.045 Organisationen, von denen 91 Prozent aus den 15 EU-Mitgliedstaaten stammen. Die restlichen Organisationen kommen vor allem aus Norwegen, der Schweiz, Polen und Israel. Die vertretenen Organisationen setzen sich wie folgt zusammen: 29 Prozent Großunternehmen, 21 Prozent Forschungsorganisationen, 21 Prozent Hochschulen, 17 Prozent KMU und 12 Prozent sonstige Organisationen.