Rat drängt Kommission zu Aktionen bezüglich gesundheitsrelevanter Faktoren
Der Rat der Europäischen Union hat die Zusage der Europäischen Kommission, eine breit angelegte Gesundheitsstrategie zu entwickeln, begrüßt. Diese folgte der Vorlage eines Vorschlags für ein neues Gesundheitsprogramm mit einem spezifischen Aktionsbereich, der auf die gesundheitsrelevanten Faktoren in der EU eingehen soll. Die Strategie umfasst Initiativen zur Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten, untermauert von einer sektorübergreifenden Politik. Ferner ist sich der Rat mit der Kommission einig, dass ein Gesundheitsüberwachungssystem eingerichtet werden muss, um eine Wissensgrundlage auf diesem Gebiet zu schaffen. "Die Europäische Gemeinschaft muss einen Beitrag zur Sicherstellung eines hohen Gesundheitsschutzniveaus leisten", so der Rat. Er nennt dabei genetische und biologische Faktoren, Faktoren, die die Lebensweise und die Verhaltensweisen betreffen, sowie ökologische, soziale, wirtschaftliche und politische Faktoren als einige der wichtigsten Herausforderungen auf diesem Gebiet. Der Rat hat insbesondere die Ergebnisse einer Reihe von Diskussionen über gesundheitsrelevante Faktoren in der EU zur Kenntnis genommen, die bereits in diesem Jahr stattgefunden haben. Bei diesen standen vor allem die seelische Gesundheit und die Gesundheit junger Menschen sowie die Themen Rauchen, Alkohol und Ernährung im Vordergrund, und es wurden einige Maßnahmen zur Behandlung der hierdurch verursachten Leiden vorgeschlagen. Nun soll die Gemeinschaft prüfen, in welchen Bereichen sie am wirksamsten tätig werden könnte, und sodann in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten geeignete Strategien ausarbeiten und durchführen. Doch "ein Schwerpunkt der gemeinschaftlichen Gesundheitsstrategie muss darin bestehen, das Problem der Ungleichheiten im Gesundheitsbereich in Angriff zu nehmen", so der Rat. Er ersucht die Kommission, die Bewertung der bestehenden Gesundheitsprogramme abzuschließen, damit diese bei der Planung und in der Anlaufphase des neuen Programms genutzt werden kann. Außerdem ruft er die Mitgliedstaaten dazu auf, die Durchführung dieser neuen Strategien sowohl auf einzelstaatlicher als auch auf Gemeinschaftsebene zu unterstützen.