Kontaminierte Standorte, Deponien und Sedimente
Genaue Definitionen der Begriffe "kontaminierte Standorte, Deponien und Sedimente" sind notwendig, um unterschiedliche Interpretationen und Missverständnisse zu vermeiden. Dem stimmten die Delegierten auf einem EU-Workshop zum Schutz der europäischen Wasservorräte zu, der bereits in diesem Jahr in Venedig abgehalten wurde. Die Protokolle des im Juni abgehaltenen Workshops werden zusammen mit einer ausführlichen Zusammenfassung im Oktober 2000 veröffentlicht. Außerdem werden sie auf der Internetseite zur konzertierten Aktion der EU "Umwelttechnologien" (ETCA) abrufbar sein und können als Hardcopy beim ETCA-Sekretariat angefordert werden. Der Workshop hatte zum Ziel, die Fortschritte zu prüfen, die im Rahmen laufender FTE-Projekte, einschließlich der CRAFT-Projekte, erzielt wurden, die unter dem Vierten und Fünften Rahmenprogramm der Kommission im Bereich "Bekämpfung der durch kontaminierte Standorte, Deponien und Sedimente verursachten Wasserverschmutzung" gefördert werden. "Hierdurch ergab sich die einzigartige Gelegenheit, den Technologieentwicklungsansatz des RP4 mit dem Problemlösungsansatz des RP5 zu vergleichen", erklärten die Organisatoren. Der Workshop wurde gemeinsam von der ETCA, EniChem S.p.A. Consorzio Interuniversitario Nazionale "La Chimica per l'Ambiente" (INCA) und dem FTE-Programm der EU "Umwelt und nachhaltige Entwicklung" organisiert, mit Unterstützung der konzertierten Aktionen CLARINET, BIOSET und dem Netzwerk NICOLE. Der Workshop war in fünf fachliche Abschnitte gegliedert: Sedimente, Feststellung/Überwachung, Bodendekontamination, Grundwasserdekontamination und Risikobewertung/Entscheidungshilfesysteme. Nach jeder Sitzung fanden "Strategiediskussionen" statt, die darauf abzielten, den Stand der Dinge zu ermitteln sowie vorrangige Notwendigkeiten für die zukünftige F&E-Arbeit festzulegen. Mit einer abschließenden "Brainstorming"-Sitzung versuchte man, Ideen darüber zu entwickeln, wie das Benchmarking, virtuelle Zentren der Spitzenforschung, Forschungs- und Bildungsnetzwerke sowie Forschungsinfrastrukturen mit dem F&E-Handlungsschwerpunkt "Kontaminierte Standorte, Deponien und Sedimente" verbunden werden könnten. Der nächste Workshop zur Überprüfung des Fortschritts in dieser Reihe ist für Ende Mai 2001 geplant und wird von der Universität Leeds, Vereinigtes Königreich, organisiert.