Busquin betont die Bedeutung des EFR
Bei einer Feier der "Europäischen Organisation für Teilchenphysik" am 9. Oktober in Genf bekräftigte das für die Forschung zuständige Kommissionsmitglied, Philippe Busquin, seine Unterstützung für die Schaffung eines Europäischen Forschungsraums (EFR). "Die Entwicklung eines Raums auf europäischer Ebene zur kohärenten und koordinierten Verfolgung von Forschungsaktivitäten und -strategien und eines Raums, in dem Forscher und Wissen sich frei bewegen, wird die europäische Spitzenforschung auf verschiedene Weise fördern", erklärte Herr Busquin und erläuterte dies im Einzelnen. In erster Linie werde dies durch die Schaffung einer "kritischen Masse" an potenziellen exzellenten Leistungen durch die Vernetzung der bestehenden Kapazitäten in den einzelnen Mitgliedstaaten unter intensiver Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht. Zweitens werde das allgemeine Niveau der Spitzenforschung angehoben, wenn die Wissenschaftler und ihre Teams aus dem Schutzraum der nationalen Grenzen entlassen werden und sich dem Wettbewerb stellen müssen. Drittens sollen nach dem Vorbild der amerikanischen Universitäten die besten Forscher aus der ganzen Welt angeworben werden. Der Vorschlag für einen Europäischen Forschungsraum wurde im Januar 2000 von der Kommission vorgelegt. Er wurde inzwischen von den Staats- und Regierungschefs verabschiedet und dient nun als Bezugspunkt für die Debatte über die Forschungspolitik in Europa.