Umweltrat: Treibhausgase müssen eingedämmt werden
Auf dem Treffen des Umweltrates am 7. November wurde erklärt, dass entschlossenes Handeln zur Eindämmung von Treibhausgasemissionen notwendiger denn je sei. Diese Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anzeichen für den Klimawandel mit den zunehmend schwereren und häufigeren Überschwemmungen in Europa deutlich sichtbar in Erscheinung treten. In den vergangenen zehn Jahren hatte die Wissenschaft ständig vor den Gefahren der Treibhausgasemissionen gewarnt. Der Rat betonte auch die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit der Industrie- und Entwicklungsländer, um Solidarität beim Umgang mit den Auswirkungen des Klimawechsels zu zeigen und die nicht in Anlage I enthaltenen Parteien bei der Förderung der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Die in Anlage I aufgeführten Länder tragen die Verantwortung, für die Umkehrung des historischen Trends der Emissionen zu sorgen und dabei bis 2005 nachweisbare Fortschritte zu erzielen. Die Verpflichtung zu einem erfolgreichen Ergebnis bei der COP6 (Konferenz der Parteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen) wurde auf dem Treffen erneuert. Der Rat ist der Ansicht, dass ein Übereinkommen auf der COP6 das Inkrafttreten des Protokolls von Kyoto ermöglichen wird. Die COP6 findet vom 13. bis 24. November 2000 in Den Haag (Niederlande) statt. Von den in Den Haag getroffenen Entscheidungen hängt es ab, ob die Industrieländer zur Ratifizierung des Protokolls bereit sind oder nicht, und wie schnell dieses in Kraft tritt. Der Rat möchte insbesondere dafür sorgen, dass Maßnahmen hinsichtlich der Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder getroffen werden.