Das Zusammenspiel von öffentlichem Raum und Protest
Der Protest ist ein Mittel für die Bürger, ihre eigenen sozialen und politischen Werte und Ideen im öffentlichen Raum zu vertreten. Interessant in dem Zusammenhang ist, wie und warum sich die Menschen für einen bestimmten Modus des Protestes entscheiden und wie der Stadtraum des Dissenses als ein Vermittler fungiert. Das EU-finanzierte Projekt DUS ("Dissent and urban spaces") befasste sich über einen interdisziplinären Ansatz mit der Frage, wie Gruppen mithilfe von innovativen Mitteln protestieren und damit neue Gründe für Dissens schaffen. Der Schwerpunkt der Studie lag auf dem späten 20. und frühen 21. Jahrhundert und umfasste 12 Städte weltweit. Die Forscher untersuchten Gruppenstrategien auf nationaler und lokaler Ebene sowie die wichtigsten Handlungscodices. Sie wollten einen neuen Blick auf die unterschiedlichen und sich Wandelnden Arten der Staatsbürgerschaft im Zusammenhang mit einer multikulturellen Gesellschaft erlangen. Das Verständnis zeitgenössischer Formen des Dissenses kann vorteilhaft für nationale Agenturen und Behörden sein, indem sie untersuchen, wie man auf heftige Proteste reagieren kann.