Vorschlag zur Luft- und Raumfahrtindustrie - erster konkreter Schritt des Europäischen Forschungsraums?
Bei einem Treffen der Mitglieder der "Gruppe hochrangiger Persönlichkeiten" (High Level Group of Personalities - HLGP) aus der Luft- und Raumfahrttechnik wurde ein Entwurf eines Dokuments verabschiedet, das auf der bevorstehenden Konferenz "Tage zur Luftfahrt - AERODAYS" vom 29. bis 31. Januar in Hamburg vorgestellt werden soll. Das 23-seitige Papier mit dem Titel "European aeronautics: a vision for 2020: meeting social needs and having global leadership" (Europäische Luft- und Raumfahrt: eine Vision für 2020: Berücksichtigung der gesellschaftlichen Bedürfnisse und globale Führung) soll einen Entwurf zur Planung der Forschung in der Luft- und Raumfahrt für die nächsten 15 bis 20 Jahre darstellen. Es enthält die Aufforderung zu einer gemeinsamen Nutzung von Forschungsmitteln aus allen verfügbaren Quellen - dem privaten Sektor, der Kommission und den nationalen Forschungsprogrammen der Mitgliedstaaten - und stellt einen wegweisenden Schritt dar. "Es ist das erste Mal, dass so etwas überhaupt in Angriff genommen wird", kommentiert ein Sprecher der Kommission. "Dies könnte als erster grundlegender Schritt des Europäischen Forschungsraums (EFR) angesehen werden." Vor dem Hintergrund des nachhaltigen Wachstums und der Lebensqualität der europäischen Bürger untersucht das Papier insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie innerhalb der globalen Wirtschaft und die Mobilität im Lufttransport. Die Gruppe hochrangiger Persönlichkeiten setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen, von denen die meisten aus dem privaten Sektor stammen. Den Vorsitz hat der Europäische Forschungskommissar Philippe Busquin. In der Gruppe vertreten sind Forschungsinstitute, Flughafenbetreiber, Luftverkehrskontrollbehörden, die wichtigsten Flugzeughersteller sowie kleinere zuliefernde KMU.