Britische Wissenschaftler verlangen gesetzlichen Schutz vor Tierschützern
Wissenschaftler im Vereinigten Königreich verlangen Änderungen im britischen Justiz- und Polizeigesetz, über das heute im Unterhaus beraten wird. Sie fordern die Regierung auf, extreme Aktionen von Tierschützern unter Strafe zu stellen und der Polizei die Möglichkeit zu geben, die Veranstalter von Protestaktionen, bei denen wie z.B. kürzlich gegenüber Mitarbeitern des Labors des britischen Unternehmens Huntingdon Life Sciences Gewalt ausgeübt wird, zu verhaften. "Gewalttätige Protestaktionen führten bereits zur Schließung von vier Versuchstierzuchtfirmen im VK, und jetzt wird versucht, das Unternehmen Huntingdon Life Sciences einzuschüchtern", wie der britische Verband RDS - Understanding Animal Research in Medicine berichtet. "Es gibt gar keinen Zweifel, dass die Terrortaktik gegenüber Huntingdon Life Sciences, deren Kunden, Zulieferern und Aktionären fortgesetzt wird." Die Protestgruppe "Stop Huntingdon Animal Cruelty" hat die Vorschläge des britischen Innenministers in Bezug auf ihre Protesttaktik zurückgewiesen und gedroht, ihre Aktionen auf Pharmaunternehmen auszudehnen. Brian Cass, geschäftsführender Direktor von Huntingdon Life Sciences, meinte dazu: "Alle Menschen dieses Landes, die mit Tierversuchen beschäftigt sind, erwarten klare, eindeutige Maßnahmen seitens der Regierung, um sie wirkungsvoll vor Extremisten zu schützen. Ein weiteres Mittel zur Verhängung unbedeutender Strafen nach einem solchen Vorfall wird nicht ausreichend sein."