Kommissionsmitglied regt zu risikoreicheren Vorschlägen für innovative EFRE-Maßnahmen an
In einer Ansprache auf einem Informationstag des EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) wies das für die regionale Entwicklung zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Michel Barnier, auf die Bedeutung innovativer Maßnahmen für weniger entwickelte Regionen hin und regte zu neuen und unter Umständen risikoreicheren Vorschlägen für die Mittelvergabe an. Kommissionsmitglied Barnier umriss drei Bereiche, für die seiner Meinung nach Maßnahmen erforderlich sind: technologische Innovation als Grundlage der regionalen Wirtschaft, die eEurope-Region - Nutzung der Informationsgesellschaft zur Unterstützung der regionalen Entwicklung sowie nachhaltige Entwicklung. "In Europa müssen wir gemeinsam lernen, wie auf die Herausforderungen zu reagieren ist, mit denen wir in der New Economy konfrontiert werden. Innovative Maßnahmen können zur Verwirklichung dieses Ziels beitragen", so das Kommissionsmitglied. Barnier wies darauf hin, dass diejenigen, die neue innovative Maßnahmenprogramme für den EFRE vorschlagen wollen, einige Dinge beachten sollten. Erstens wünscht sich das Kommissionsmitglied neue Vorschläge, die auch mit einigen Risiken verbunden sein können. "Im Bereich Innovation lernt man manchmal mehr aus dem Scheitern als aus dem Erfolg", erklärte Barnier. Zweitens legt Barnier Wert auf die aktive Teilnahme aller regionalen öffentlichen und privaten Akteure sowohl beim Entwurf als auch bei der Umsetzung der Programme. Drittens machte Barnier auf die Bemühungen der Kommission zur Vereinfachung und Öffnung der Programme aufmerksam: "Wir haben uns unsererseits bemüht, Verfahren zu vereinfachen und größtmögliche Transparenz und finanzielle Sicherheit für diese innovativen Maßnahmen der neuen Generation zu gewährleisten. Ich bitte Sie nun, sich Ihrerseits um eine kohärente und effiziente Verwaltung der Programme zu bemühen." Schließlich wies das Kommissionsmitglied darauf hin, für wie wichtig er von der Kommission kofinanzierte Begleitmaßnahmen hält, wie zum Beispiel die Schaffung von Netzen zwischen Regionen und die Unterstützung bei der Ermittlung bestmöglicher Praktiken. Barnier sprach über die beunruhigende Kluft hinsichtlich der Investitionen in F&E (Forschung und Entwicklung) zwischen Europa und den USA, wie auch zwischen den am weitesten und am wenigsten fortgeschrittenen Mitgliedstaaten in diesem Bereich. "Die Behauptung technologisch unterentwickelt zu sein, könnte die Aufholchancen der weniger fortgeschrittenen Regionen ernsthaft gefährden", sagte Barnier und fügte hinzu, dass diese Situation ein Eingreifen der Kommission rechtfertige.