Kommissionsmitglied Diamantopoulou: ICT-Kenntnisse sind der Schlüssel zur Vollbeschäftigung
In ihrer Rede auf einer von der Bibliothèque Solvay des Forums Europe veranstalteten Konferenz legte das für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zuständige Mitglied der Europäischen Kommission Anna Diamantopoulou dar, inwiefern Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) ein Schlüssel zur Vollbeschäftigung sind. "Neue Technologien spielen in der Strategie von Lissabon eine Schlüsselrolle. Diese Strategie ist in der Tat ein Konzept für den Übergang Europas zu einer wissensbasierten Gesellschaft. Europa muss eine lernende Wirtschaft werden, wenn unsere Arbeitskräfte mit den sich ständig wandelnden Qualifikationsanforderungen Schritt halten sollen", so Diamantopoulou. Das Kommissionsmitglied wies auf den Mangel an qualifizierten ICT-Arbeitskräften in Europa hin. Ihren Aussagen zufolge prognostizieren Forscher bis 2003 einen Mangel an 1,7Millionen ICT-Arbeitskräften in Europa. Außerdem hat eine Studie ergeben, dass nur 22Prozent der arbeitenden Bevölkerung Europas für ihren Beruf eine Computerausbildung erhalten hat, obwohl fast die Hälfte der Arbeitskräfte an ihrem Arbeitsplatz einen Computer benutzt. "Neue Technologien werden [...] den Informationsfluss fördern. Sie ermöglichen es den Menschen, neue Chancen in anderen Ländern zu entdecken und Antworten auf praktische Fragen zu finden. Kurz: Sie können neue Horizonte eröffnen. Unsere Aufgabe muss es sein, den Informationsfluss zu fördern", schlussfolgerte Diamantopoulou.