Spanische Universität weist Studenten in rechtliche und finanzielle Aspekte der FuE ein
Im Rahmen eines neuen Kurses zur Unterrichtung von Studenten vor der ersten Prüfung über die Aspekte des Managements im Bereich F&E werden in diesem Februar etwa 68 Studenten an der spanischen Universität von Valencia mit einem Studium über die rechtlichen und finanziellen Fragen der Forschung und Entwicklung beginnen. Der Dozent und Rechtsanwalt Alfredo Escardino schlug der Universität im vergangenen Jahr die Durchführung des Kurses vor, nachdem er eine Lücke im FuE-Sektor entdeckt hatte. Escardino hat seit den 80er Jahren mit dem FuE-Sektor zu tun. Er arbeitet für verschiedene Forschungsinstitute und ist als Berater in verschiedenen rechtlichen Angelegenheiten tätig. "Oft habe ich festgestellt, dass das Fehlen rechtlicher Strukturen der Förderung von Verbindungen zwischen Forschungsinstituten und Unternehmen nicht dienlich ist", sagte er gegenüber CORDIS-Nachrichten. "Wenn ein Unternehmen nicht über die Mitarbeiter oder das Fachwissen für den Technologietransfer verfügt, schafft es so oder so eine rechtliche Beziehung...Die Ausführung eines Projekts hängt mit zahlreichen anderen Dingen wie der Finanzierung, dem Schutz, Patenten, Warenzeichen und der wirtschaftlicher Verwertung zusammen...Ich könnte mir vorstellen, dass einige Studenten Rechtsberater für Forschungsunternehmen werden, mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten und umfangreiche Kenntnisse über die Natur der FuE benötigen werden", so Escardino. "Soweit uns bekannt ist, ist dieser Kurs der einzige dieser Art in Spanien." Der Kurs richtet sich nicht an Forschungsmanager, sondern konzentriert sich mehr auf rechtliche und finanzielle Themen. Aus diesem Grund gehören vor allem Studenten der Rechtswissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre zu dem Teilnehmerkreis. Der Kurs steht jedoch grundsätzlich allen Studenten der Universität vorm ersten Abschluss offen. Escardino hofft, mit diesem Angebot auch bei Studenten der angewandten Wissenschaften auf Interesse zu stoßen. Escardino steht auch der Europäischen Kommission als Berater für Koordinatoren von Forschungsprojekten zur Verfügung, und zwar insbesondere für CRAFT-Projekte und das laufende Programm der Kommission zur Förderung eines wettbewerbsorientierten und nachhaltigen Wachstums. Im Jahr 1992 war Escardino leitender Direktor der Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigungen (EWIV).