Bericht über die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in den MOEL nun verfügbar
Eine von der Generaldirektion Unternehmen in Auftrag gegebene Studie zur Einschätzung, wie die chemische Industrie in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern (MOEL) dem Wettbewerbsdruck der EU-Mitgliedschaft standhalten kann, ist jetzt verfügbar. Die Studie enthält eine nach Einzelstaaten gegliederte Übersicht über die zehn MOEL mit Informationen, die für mehrere Teilsektoren der chemischen Industrie gelten. Jede einzelstaatliche Übersicht enthält eine kurze Beschreibung des Landes, eine Charakterisierung der chemischen Industrie, Informationen über Privatisierung und ausländische Direktinvestitionen. Die Verfasser der Studie berichten, dass die Produktionskosten in den meisten Teilsektoren der chemischen Industrie einen Schlüsselfaktor für den Erfolg darstellen. "Zu den wichtigen Elementen gehören Art und Preis des Einsatzmaterials, Größe und Modernität des Werks, sowie die Fixkostenbasis." Aus der Studie geht zudem hervor, dass die Kostenlage der chemischen Industrie in den MOEL "nicht nur zwischen einzelnen Ländern unterschiedlich ist, sondern auch je nach Werk variiert". Jedoch sind "üblicherweise die Fixkosten gering und fangen die Nachteile bei den Materialkosten und den Werkseigenschaften in hohem Maße auf". Des Weiteren sind in den Teilsektoren, wie z.B. im Sektor Leistungschemikalien, Faktoren wie Produktqualität, enge Kundenbeziehungen sowie die damit verbundene technische Entwicklung und der zugehörige technische Dienst von Bedeutung. Für Konsumgüter sind zudem Vermarktung und Markenzeichen relevant, heißt es in dem Bericht. Die Studie wurde von Chem Systems erstellt und im Januar 2001 abgeschlossen.