Raumfahrt: Ein europäischer Erfolg
Die Weltraumforschung sei ein europäischer Erfolg, so das für Forschung zuständige Kommissionsmitglied Philippe Busquin in einem Vortrag über die europäische Weltraumforschungsstrategie am 25. April in Brüssel. Busquin zitierte mehrere Statistiken als Beleg für seine Behauptung und machte sein Publikum auf die zwei laufenden europäischen Projekte GALILEO und GMES aufmerksam, die er als "Schlüsselelemente der europäischen Strategie" bezeichnete. "Obwohl in Europa sechs Mal weniger als in Amerika investiert wird, verfügen wir über eine hervorragende Industrie mit über 33.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 5,5 Milliarden Euro", sagte Busquin weiter. GALILEO, ein Satellitennavigationssystem, und GMES, ein Überwachungssystem, "tragen gleichzeitig zur europäischen Politik wie auch zur Entwicklung industrieller Fertigkeiten bei. Sie gestatten ferner die Einrichtung gewisser Partnerschaften zwischen dem öffentlichen Sektor und der Industrie", fuhr Busquin fort. Der Erfolg der beiden Projekte hänge jedoch vom Grad der Mobilisierung aller Beteiligten des öffentlichen und privaten Sektors sowie von einem den institutionellen Rahmen und die unterschiedlichen Rechtssysteme übergreifenden Zusammenhang ab. Hinsichtlich des amerikanischen Navigationssatelliten äußerte das Kommissionsmitglied des Weiteren, dass Europa kein Navigationssystem akzeptieren könne, das vom Militär eines einzelnen Staates kontrolliert werde, auch wenn es sich dabei um einen Verbündeten handele.