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Kommission legt Vorschläge für fünf neue Forschungsprogramme vor

Die Europäische Kommission hat fünf neue Vorschläge für Forschungsprogramme bewilligt, welche die wissenschaftlichen Prioritäten für das nächste Rahmenprogramm festlegen, Strukturschwächen angehen und Mittel für die Nuklearforschung und die Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungs...

Die Europäische Kommission hat fünf neue Vorschläge für Forschungsprogramme bewilligt, welche die wissenschaftlichen Prioritäten für das nächste Rahmenprogramm festlegen, Strukturschwächen angehen und Mittel für die Nuklearforschung und die Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstellen (GFS) bereitstellen. Die neuen Vorschläge sollen die Organisation, die Gestaltung der Maßnahmen und die vorrangigen Ziele des nächsten Rahmenprogramms verdeutlichen. Bei den vorgeschlagenen fünf neuen Programmen handelt es sich um: - Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums Dieses Programm erhält einen Haushalt von 12,505 Milliarden Euro und legt die wissenschaftlichen Prioritäten fest, die Schwerpunkt der finanziellen Förderung durch die Kommission sind. Es umfasst außerdem eine neue Initiative zur Unterstützung der Vernetzung von nationalen Forschungsprogrammen in den Mitgliedstaaten und Maßnahmen wie das Benchmarking und die Erfassung der europäischen Spitzenforschung in Wissenschaft und Innovation. - Strukturierung des Europäischen Forschungsraums Dieses mit einem Budget von 3,050Milliarden Euro ausgestattete Programm soll strukturelle Schwächen der europäischen Forschung ausgleichen, indem Forschung und Innovation besser integriert, die Mobilität der Forscher verbessert und die Planung von und der Zugang zu Forschungsinfrastrukturen und -maßnahmen, wie etwa Ethik in der Wissenschaft, Bekämpfung des "Brain Drain" und die Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Forschung, koordiniert werden. - Unabhängige Forschung im Nuklearbereich 900Millionen Euro werden für die Forschung im Bereich Kernspaltung und Kernfusion aufgewendet. Vorrangige Bereiche sind die Behandlung und Entsorgung von Atommüll sowie die Reaktorsicherheit. Für die Arbeit der GFS der Kommission werden zwei Programme aufgelegt: - 715Millionen Euro werden für die Forschung in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Gesundheit, Umwelt und nachhaltige Entwicklung, technologische Planung, Messtechnik, Betrugsbekämpfung, Überwachung und Vorhersage von Naturkatastrophen und Datensicherheit aufgewendet. - 330Millionen Euro gehen an die Maßnahmen der GFS im Nuklearbereich, darunter insbesondere die Behandlung und Entsorgung von Atommüll, die Schulung von Inspektoren, die Reaktorsicherheit, die Nuklearmedizin und die Strahlungsüberwachung. Zum ersten Mal bildet Artikel 169 des Unionsvertrags die Grundlage der Forschungsförderung. Dieser Artikel besagt, dass die Gemeinschaft im Einvernehmen mit den betroffenen Mitgliedstaaten die Vorkehrungen für die Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprogrammen treffen kann, die von mehreren Mitgliedstaaten angeregt werden. Der Rat berät am 26.Juni über das Rahmenprogrammpaket, die spezifischen Programme und die Zugrundelegung von Artikel169.