EU und Indien verstärken Forschungszusammenarbeit
In Delhi, Indien, wurde im Rahmen des zweiten Gipfels EU-Indien am 23. November eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung (FuE) zwischen der Europäischen Union und Indien verstärkt werden soll. Die Initiative folgt auf Kontakte zwischen EU-Forschungskommissar Philippe Busquin und dem indischen Minister für die Entwicklung der Human Resources, Forschung und Technologie Murli Manohar Joshi. Durch die Initiative erhalten die Forscher und Wissenschaftler beider Seiten die Möglichkeit, an den Forschungsprogrammen des Vertragspartners teilzunehmen. Außerdem macht sie den Austausch von Ausrüstungen, Informationen, Praktiken und Materialien möglich. Kommissar Busquin hob die Schlüsselrolle hervor, die die FuE für beide Parteien spielt. "In Europa und in Indien sind die Erwartungen gegenüber der Forschung und Entwicklung hoch. Forschung und Entwicklung sind Katalysatoren für nachhaltiges und gerechtes Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem sind sie eine wichtige Quelle zur Verbesserung der Lebensqualität und der Umweltbedingungen. Aus diesem Grunde haben die politischen Entscheidungsträger die Pflicht zu gewährleisten, dass den Herausforderungen von Forschung und Entwicklung entsprochen wird." Obwohl es hinsichtlich der Bereiche, die von der Vereinbarung abgedeckt werden, keine Beschränkungen gibt, haben die beiden Parteien signalisiert, dass bestimmte Themen vorrangig behandelt werden. Der Klimawandel und der Erhalt der biologischen Vielfalt sind für beide besonders wichtige Bereiche, während die Beseitigung der Armut, die Lebensmittelsicherheit sowie die wissensbasierte Gesellschaft außerdem angeführt wurden. Zu den Bereichen, die die größte Synergie zwischen den beiden Parteien zur Folge hätten, gehören die Informationstechnologie, die Biotechnologie, neue Materialien, die Luft- und Raumfahrt und die Chemotechnik. Die Grundlage der Vereinbarung ist der gegenseitige Nutzen. Sie tritt unter Berücksichtigung der jeweiligen Gesetze der beiden Parteien, einschließlich des Schutzes und der gerechten Teilung geistigen Eigentums und der Eigentumsrechte, in Kraft.