Kommission genehmigt Kooperationsprogramm mit Lateinamerika betreffend die Informationsgesellschaft
Die Europäische Kommission hat ein Kooperationsprogramm mit Lateinamerika betreffend die Informationsgesellschaft genehmigt, dessen Ziel es ist, den Dialog und die Zusammenarbeit mit dieser Region zu stärken und engere Beziehungen mit den dortigen Forschungsnetzwerken und gemeinschaften aufzubauen. Mit einem Budget von 85 Millionen Euro möchte die "Allianz für die Informationsgesellschaft" bzw. "@lis" die Möglichkeiten für Dialog und Zusammenarbeit bezüglich Politik und gesetzlicher Rahmenbedingungen in Schlüsselbereichen wie zum Beispiel Telekommunikation, E-Commerce und Standardisierung für eine umfassende Informationsgesellschaft schaffen. Es werden diverse innovative Projekte in Lateinamerika eingerichtet, die die Vorteile der Anwendungen der Informationsgesellschaft für die Bürger aufzeigen sollen. Das Projekt wird im April 2002 auf der "@lis-Startkonferenz" in Sevilla, Spanien, offiziell gestartet. "Die Europäische Union legt großen Wert darauf, die Informationsgesellschaft so zu entwickeln, dass niemand ausgeschlossen wird und dass gegen die digitale Trennung sowohl innerhalb als auch zwischen den Regionen und Ländern angekämpft wird", so Erkki Liikanen, EU-Kommissar für Unternehmen und die Informationsgesellschaft. "Das Programm wird uns die Mittel liefern, mit denen wir diese Ziele durch eine langfristige Partnerschaft verfolgen und spürbare soziale sowie wirtschaftliche Vorteile für beide Regionen erzielen können." "Die Informationsgesellschaft sollte eine Schlüsselrolle bei der Vertiefung der Beziehungen zwischen Lateinamerika und der EU spielen", fügte Chris Patten, Kommissar für Außenbeziehungen, hinzu. "Im letzten Jahr hat die Europäische Kommission die Informationsgesellschaft zum Prioritätssektor für eine flächendeckende wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Lateinamerika erklärt. @lis ist ein strategisches Projekt für eine verbesserte wirtschaftliche Entwicklung und eine Beteiligung der Bürger an der globalen Informationsgesellschaft, durch das die Orientierungen des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs 1999 in Rio umgesetzt werden." Das Budget des Programms beläuft sich auf insgesamt 85 Millionen Euro. Davon werden bis zu 63,5 Millionen Euro von der Europäischen Kommission und 21,5 Millionen Euro von Lateinamerika und EU-Partnern, die an dem Programm teilnehmen, bereitgestellt.