Koreanischer Präsident fordert internationale Zusammenarbeit zur Überwindung der digitalen Kluft
In seiner Rede vor dem Europäischen Parlament am 11. Dezember rief der Präsident der Republik Korea, Kim dae Jung, zu internationaler Zusammenarbeit auf, um die digitale Kluft zu überwinden. Präsident Kim merkte an, dass selbst arme Nationen und Einzelpersonen im 21. Jahrhundert auf der Basis von Computerwissen Vermögen bilden können. Allerdings sei hierbei zu bedenken, dass 75 Prozent des Nutzens dieser neuen Technologie den fortschrittlichen Ländern zu Gute kommen. Die Herausforderung bestehe nun darin, dieses Wissen auf die Entwicklungsländer auszudehnen, damit die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch größer wird, so Kim weiter. Der Präsident forderte internationale Zusammenarbeit, um dazu beizutragen, dieses Ungleichgewicht zu überwinden; die fortschrittlicheren Länder, auch die EU-Mitgliedstaaten, sollten hierbei eine Führungsrolle einnehmen. Auch begrüßte Präsident Kim die europäische Unterstützung für seinen Vorschlag, ein Hochgeschwindigkeits-Informationsnetz zu errichten, mit dem eine Art "Cyber-Seidenstraße" als Verbindung zwischen Asien und Europa geschaffen werden soll.