Kommission ruft zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Wissenschaft und Technologie auf
Die Europäische Kommission hat eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für indirekte FTE-Aktionen (FTE - Forschung und technologische Entwicklung) im Rahmen des spezifischen Programms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration "Ausbau des Potenzials an Humanressourcen und Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage" veröffentlicht. Personen, die für die Teilnahme an indirekten FTE-Aktionen des spezifischen Programms in Frage kommen, werden aufgefordert, Vorschläge zu folgenden Teilen des Arbeitsprogramms einzureichen: - Förderung wissenschaftlicher und technologischer Spitzenleistungen: Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Wissenschaft und Technologie. Ziel ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für wissenschaftliche Arbeiten und technologische Entwicklungen, insbesondere solche im Rahmen europäischer Forschungsprogramme, um dadurch die Distanz zwischen Wissenschaft in ihrer europäischen Dimension und der Öffentlichkeit zu überwinden. Dies sollte zu einem besseren Verständnis der positiven Auswirkungen von Wissenschaft und Forschung auf das tägliche Leben der europäischen Bürger als auch der Grenzen und möglichen Folgen von Forschung und technologischen Entwicklungen beitragen. Ferner soll darauf hingewirkt werden, dass sich die Wissenschaftler der Probleme und Themen, die der Öffentlichkeit ein Anliegen sind, stärker bewusst werden. Die Tätigkeiten sollen so weit wie möglich einzelstaatliche Aktivitäten ergänzen. Diese Aufforderung ergeht für: Vorschläge für thematische Netze für den Austausch von Erfahrung, Kenntnissen, Know-how oder bewährten Verfahren. (Die Dauer solcher Netze sollte zwei bis drei Jahre betragen). Bevorzugt werden Netze, an denen mindestens fünf nicht miteinander verbundene Partner in mindestens drei Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten beteiligt sind; mindestens einer der Partner muss in einem Mitgliedstaat ansässig sein. Vorschläge für Begleitmaßnahmen für die Erprobung bewährter Verfahren, die Demonstration von neuen Konzepten, die Analyse von Methoden und im Falle der Europäischen Wissenschafts- und Technologiewoche (siehe unten) die direkte öffentliche Demonstration von Wissenschaft und Technik. Bevorzugt werden Begleitmaßnahmen, an denen mindestens drei voneinander unabhängige Partner in mindestens drei Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten beteiligt sind; mindestens einer der Partner muss in einem Mitgliedstaat ansässig sein. Begleitmaßnahmen, an denen weniger Partner beteiligt sind, können bezuschusst werden, wenn diese übertragbare Ergebnisse zusichern, die von an dem Vorhaben nicht beteiligten Akteuren verwendet werden können. Die Vorschläge müssen mindestens einen der folgenden Bereiche Abdecken: Bereich 1: Dialog mit der Öffentlichkeit: Ziel: Erkundung von Verfahren zur Einbeziehung der Öffentlichkeit in die wissenschaftspolitischen Debatten mit dem Ziel, Wege zu ermitteln, wie Erfahrungen weitergegeben und in ganz Europa verbreitet werden können. Vorschläge können auf Erfahrungen mit Initiativen beruhen, die auf lokaler oder nationaler Ebene durchgeführt werden, beispielsweise: - "deliberative polling" - ständige Beratungsgremien - Fokus-Gruppen - Bürgerforen - Konsens-Konferenzen - Dialoge mit den Beteiligten - Internetdialoge. Ein Vorschlag kann jeden Wissenschaftsbereich betreffen, einschließlich der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, er muss jedoch direkt auf die Interessen der Nichtfachwelt eingehen. Bereich 2: Die Rolle der Medien und der Wissenschaftsmultiplikatoren. Ziel: Beurteilung der Mechanismen und Kanäle, durch die die Öffentlichkeit und insbesondere die Jugend mit wissenschaftsbezogenen Informationen in Berührung gebracht werden; Ermittlung bewährter Verfahren und Entwicklung und Demonstration neuer Konzepte für die Verbesserung der Vermittlung wissenschaftsbezogener Informationen. Schwerpunktziel sind die Nicht-Fachpresse, das Fernsehen, das Internet, Wissenschaftsmuseen und Wissenschaftszentren. Besonderer Wert ist auf Faktoren zu legen, die innerhalb der betreffenden Berufsgruppen (Wissenshaftler, Wissenschaftsmultiplikatoren und kommentatoren, Wissenschaftsjournalisten und Verfasser wissenschaftlicher Bücher, wissenschaftspolitische Entscheidungsträger) die Meinung über die Wissenschaft und deren Aufgabe in der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Bereich 3: Europäische Wissenschafts- und Technologiewoche 2003 Ziel: Bürgernahe Demonstration und Erläuterung, inwiefern die Wissenschaft und ihre Anwendung das tägliche Leben der europäischen Bürger beeinflussen und von Nutzen sind. Die Vorschläge können aus jedem wissenschaftlichen Bereich (bzw. mehreren Bereichen) stammen, auch aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die Vorteile von Maßnahmen auf europäischer Ebene müssen jedoch offenkundig sein. Vorschläge könnten Folgendes betreffen: - Zusammenführung auf europäischer Ebene von auf einzelstaatlicher Ebene in verschiedenen europäischen Staaten initiierten Tätigkeiten (beispielsweise Kooperationsprojekte, Wettbewerbe); - Lancieren von Veranstaltungen oder Aktivitäten, die später auf einzelstaatlicher Ebene verbreitet werden (beispielsweise Wissenschaftsausstellungen, Videos, Programme); - Lancieren von im Wesentlichen europäischen Veranstaltungen oder Aktivitäten, für die es auf einzelstaatlicher Ebene kein eindeutiges Forum gibt oder deren Potenzial auf grenzüberschreitender Ebene besser entwickelt werden kann; - Maßnahmen, die die Initiativen der Kommission ergänzen, mit denen den Bürgern in Europa die Ziele der gemeinschaftlichen Forschungsprogramme näher gebracht werden sollen. Antragsteller, deren Anträge als Maßnahmen zur Unterstützung der Europäischen Wissenschafts- und Technologiewoche in Frage kommen, werden vor Fertigstellung ihrer Verträge zu einem oder mehreren Koordinierungstreffen nach Brüssel eingeladen, um einen wechselseitig verbindlichen Zeitplan, den genauen Zeitpunkt für die Durchführung der (für November 2003 geplanten) Woche und andere Aspekte im Hinblick auf eine erfolgreiche Durchführung der Woche zu vereinbaren. Die Vorbereitung der für die Woche vorgeschlagenen Tätigkeiten sollte insgesamt nicht mehr als neun Monate in Anspruch nehmen. Für diese Aufforderung werden Gemeinschaftsmittel in Höhe von insgesamt vier Millionen Euro veranschlagt.Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://europa.eu.int/eur-lex/de/oj/2002/c_01120020115de.html(öffnet in neuem Fenster) Der Leitfaden für Antragsteller ist unter folgender Adresse erhältlich: http://cordis.europa.eu/improving/calls/rpast_200201.htm(öffnet in neuem Fenster) oder wenden Sie sich an die: Europäische Kommission SDME Direktion C B-1049 Brüssel Fax: +32-2-296 3270 E-mail: improving@ec.europa.eu