Deutsche Universität will Beziehungen zu afghanischen Forschern wiederherstellen
Die Universität Bonn hofft, ihre langjährige Partnerschaft mit der Universität von Kabul, insbesondere mit afghanischen Wissenschaftlern, wieder aufleben lassen zu können. Schon zu Beginn der 60er Jahre waren die beiden Universitäten eine Partnerschaft eingegangen, die über zwei Jahrzehnte hindurch zu zahlreichen Austauschaktivitäten in Forschung und Lehre geführt hat. Der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Professor Dr. Andreas Hirner ist der Ansicht, dass diese Beziehungen bereits in der nahen Zukunft wiederhergestellt werden können. "Wir wollen unsere Initiative langfristig anlegen. Einige Maßnahmen könnten dennoch schon bald - trotz der noch sehr eingeschränkten Rahmenbedingungen - beginnen." Als mögliche Themen für eine Zusammenarbeit hat die Bonner Universität bereits die Ausbildung von Medizinern und Oberschullehrern für Naturwissenschaften sowie gemeinsame Projekte in der Geologie und Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Biologie identifiziert. Die Universität Bonn hat ihre Kabul-Kommission reaktiviert. Eine Delegation soll demnächst nach Kabul reisen, um die konkreten Probleme und Notwendigkeiten der Hilfe vor Ort zu ermitteln.
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