Kommission startet offene Konsultation zur e-Economy
Ab dem 1. Februar führt die Europäische Kommission eine Online-Konsultation über das politische Programm der EU zur Unterstützung europäischer Unternehmen bei der vollen Nutzung der Chancen der e-Economy durch. Die Konsultation hat zum Ziel, das Input der Beteiligten zur Berücksichtigung der e-Dimension in allen politischen Bereichen, die sich auf Unternehmen auswirken, zu sammeln. Zu den Prioritäten der Kommission im Zusammenhang mit der e-Economy gehört es u.a. rasch einen klaren und berechenbaren Rechtsrahmen für den elektronischen Geschäftsverkehr zu schaffen, die volle Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an der e-Economy zu fördern und den Zugang zu Risikokapital und marktgestützter Finanzierung zu verbessern. Als er den Beginn der Konsultation bekannt gab, erklärte das für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige Kommissionsmitglied Erkki Liikanen: "Der elektronische Geschäftsverkehr und die e-Economy im Allgemeinen sind von entscheidender Bedeutung für das Wirtschaftswachstum und stellen daher wichtige Ansatzpunkte dar, wenn es darum geht, die Europäische Union innerhalb eines Jahrzehnts zur wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Wirtschaft weltweit zu machen, wie wir es uns im März 2000 auf der Tagung des Europäischen Rates in Lissabon zum Ziel gesetzt haben." Er fügte hinzu: "Die Konsultation der Interessengruppen ist ein grundlegender Aspekt unserer Strategie, mit der wir den Unternehmen Europas bei der Übernahme neuer Technologien helfen wollen. Dazu haben wir uns verpflichtet, und dieses Versprechen lösen wir auch ein." Eine aktuelle Mitteilung über die Auswirkungen der e-Economy auf die Unternehmen in Europa untersucht die derzeitigen Gegebenheiten in der e-Economy und hebt die nächsten notwendigen Schritte hervor, um die europäischen Unternehmen dazu zu ermuntern, die Chancen des elektronischen Geschäftsverkehrs wahrzunehmen. Dazu gehört insbesondere die Förderung einer von unternehmerischer Initiative und Innovation geprägten Kultur, die Aufwertung der Kenntnisse im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sowie die Verbesserung des Funktionierens des Binnenmarktes. Am 5. Dezember 2001 begrüßten die im Rat versammelten Industrieminister der EU die Mitteilung. Es wurden bereits Gespräche mit den Mitgliedstaaten darüber aufgenommen, welche Maßnahmen dieser Mitteilung nun folgen sollen. Diejenigen, die an der Konsultation teilnehmen möchten, sind dazu aufgerufen, ihre Beiträge bis 31. März 2002 einzubringen. Die Tagesordnung der nächsten Tagung des Rates "Industrie" am 6. Juni 2002 wird u.a. auf den Ergebnissen der Konsultation aufbauen.