Vereinigtes Königreich bereit, EU-Finanzierung für Galileo zu unterstützen
Das Vereinigte Königreich ist bereit, die vorgeschlagene Bewilligung von EU-Mitteln in Höhe von 3,6 Millionen Euro für das Satellitennavigationsprojekt Galileo zu unterstützen. Dies stellt für das VK einen großen Schritt dar, das noch bis vor kurzem Zweifel an dem Galileo-Projekt geäußert hatte. Nun zeigt sich Großbritannien zufrieden, da man ihm genügend Gewissheit über das Projekt gegeben hat. Britische Verantwortliche sind zuversichtlich, dass auch andere Mitgliedstaaten den Ausschluss privater Firmen von dem "gemeinsamen Unternehmen" zur Verwaltung des Projektes unterstützen werden. Allerdings, so wird berichtet, hätte das VK gerne noch weitere Garantien dafür, dass das Projekt stets im zivilen statt im militärischen Bereich Anwendung finden wird. Deutschland brachte zwar auch Vorbehalte angesichts der Auswirkungen des Galileo-Projektes auf den Haushalt zum Ausdruck, hat allerdings kürzlich angekündigt, es werde die Bewilligung von Gemeinschaftsgeldern in Höhe von 450 Millionen Euro für die Entwicklungsphase unterstützen. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac sagte ebenfalls seine Unterstützung für Galileo zu. Das Projekt gebe der EU mehr Unabhängigkeit von den USA im Bereich der Raumfahrt, so Chirac. Momentan benutzen die Europäer das US-amerikanische GPS-System. Auf dem Europäischen Rat, der vor kurzem in Barcelona stattgefunden hat, haben die Staats- und Regierungschefs der EU die Verkehrsminister aufgefordert, auf ihrem Treffen am 25. und 26. März "die notwendigen Entscheidungen über die Finanzierung und Verwaltung von Galileo zu treffen".
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Vereinigtes Königreich