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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Nach Meinung der Forscher könnten durch engere Zusammenarbeit 11 Millionen Arbeitsplätze bis zum Jahr 2010 in Europa geschaffen werden

Die Länder der Europäischen Union könnten laut einem neuen Forschungsbericht innerhalb von nur drei Jahren einen drastischen Anstieg der Erwerbsquoten erzielen, wenn sie ihre Politik besser aufeinander abstimmten und eine Reihe sozialer und wirtschaftlicher Reformen umsetzten....

Die Länder der Europäischen Union könnten laut einem neuen Forschungsbericht innerhalb von nur drei Jahren einen drastischen Anstieg der Erwerbsquoten erzielen, wenn sie ihre Politik besser aufeinander abstimmten und eine Reihe sozialer und wirtschaftlicher Reformen umsetzten. In dem Bericht eines dänischen "Think Tank" (Denkfabrik) wird davon ausgegangen, dass diese Reformen bis zum Jahr 2005 zur Schaffung von vier Millionen Arbeitsplätzen in Europa führen könnten, wobei sogar, laut Bericht, ein Anstieg auf 11 Millionen bis 2010 möglich sei. Dies würde einem Anstieg der Erwerbsquote von rund vier Prozentpunkten entsprechen. Von den Forschern wird eine Mischung aus marktfreundlichen und sozialen Maßnahmen propagiert, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Auf der einen Seite sollten die Arbeitsmärkte mehr Flexibilität zeigen und es sollte eine Unternehmenspolitik, die das Ziel von mehr Wettbewerb und mehr Innovationen, Liberalisierung und einem verbesserten Zugang zu Kapital verfolgt, gestärkt werden. Auf der anderen Seite sollten gemäß dem Bericht die Bildungsausgaben von momentan durchschnittlich 4,8 Prozent auf 5,5 Prozent des BIP in der EU steigen. Obwohl ein Anwachsen der Studentenzahlen einen kurzfristigen Arbeitsplatzmangel zur Folge hätte, würde dies langfristig gesehen positive Auswirkungen haben, da eine besser ausgebildete Bevölkerung zu Arbeitsplätzen höherer Qualität für mehr Menschen führe, so die Argumentation der Forscher. Der Bericht empfiehlt ebenfalls einen höheren Anteil von Frauen und älteren Menschen an der arbeitstätigen Bevölkerung. Ein besseres staatliches Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder und Pflegeplätzen für ältere Menschen - mit einer Erhöhung der Anzahl der Betreuer um 1,5 Millionen bis 2010 - würde es mehr Frauen erlauben, eine Arbeitsstelle anzunehmen. Nach Meinung der Forscher ist jedoch ein entscheidender Anstieg der Erwerbsquote in der EU nur möglich, wenn alle Mitgliedstaaten sich auf eine koordinierte Umsetzung des Reformpakets in ganz Europa einigen. In dem Bericht wird betont: "Wenn nur eine Minderheit der Mitgliedstaaten das Paket umsetzt, wird der Effekt in den einzelnen Ländern entsprechend niedriger sein. Dies liegt daran, dass Europa eine wirtschaftliche Einheit ist. Investitionen in die Beschäftigung in einem Land Europas haben daher ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung in den anderen Ländern Europas." Die Forschungsarbeiten wurden vom dänischen Wirtschaftsrat der Arbeiterbewegung, einem Think Tank mit Verbindungen zur Sozialistischen Partei Dänemarks, Gewerkschaften und Genossenschaften, ausgeführt. Der Parteichef der Sozialisten und ehemalige dänische Ministerpräsident Poul Rasmussen hatte den Bericht in Auftrag gegeben, um zu einer Klärung des in Lissabon initiierten laufenden Prozesses der sozialen und wirtschaftlichen Reformen beizutragen.

Länder

Dänemark

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