Straßensicherheits-Manifest verlangt mehr Forschung
Nach Ansicht der European Union Road Federation (ERF) sind größere Anstrengungen in Forschung und Entwicklung (FuE) von entscheidender Bedeutung, wenn das Ziel der Europäischen Kommission, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren, erreicht werden soll. Das von der ERF im Januar 2002 eingeleitete Programm zur Sicherheit im Straßenverkehr hat nun ein Straßensicherheits-Manifest vorgelegt, in dem sie drei wichtige Voraussetzungen für die Verwirklichung des Ziels der Kommission nennt. Beim ersten handelt es sich um einen integrierten Ansatz an die Sicherheit im Straßenverkehr durch fächerübergreifende, aufeinander bezogene FuE-Programme des Straßenverkehrs- und des öffentlichen Sektors auf nationaler und EU-Ebene. Das Manifest verlangt außerdem die Aufstellung eindeutiger Ziele für die Sicherheit im Straßenverkehr und die technische Harmonisierung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T). Zu den spezifischen Maßnahmen, die das Manifest empfiehlt, zählen die Prüfung von Methoden zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr und der Prävention, die Senkung der Unfallzahlen auf sehr unfallträchtigen Abschnitten, Kosten-Nutzen-Analysen von Sicherheitsmaßnahmen und Maßnahmen zur Straßeninstandhaltung.