Forschungsminister: EFR ist "Leitlinie" der dänischen Präsidentschaft
Helge Sander, der dänische Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation, übernahm am 1. Juli den Vorsitz des EU-Forschungsrats und den EUREKA-Vorsitz. Der Europäische Forschungsraum (EFR) werde die "Leitlinie" für beide Organisationen darstellen, sagte Sander gegenüber CORDIS-Nachrichten. In einem Gespräch mit CORDIS-Nachrichten am Rande der EUREKA-Ministerkonferenz am 28. Juni in Saloniki (Griechenland) begrüßte Sander die Tatsache, dass sich Dänemark auf Grund seiner beiden Ämter zahlreiche Möglichkeiten eröffnen. Eines der vorrangigen Ziele Dänemarks während des EUREKA-Vorsitzes sei die Positionierung von EUREKA innerhalb des EFR. Sander legte dar, wie EU-Rahmenprogramme und EUREKA sich aus seiner Sicht ergänzen können. "Bei EUREKA liegt der Schwerpunkt auf der Innovation, beim Sechsten Rahmenprogramm (RP6) mehr auf der Forschung. Ich hoffe, dass wir die Zusammenarbeit intensivieren können." Sander kündigte außerdem an, der dänische EUREKA-Vorsitz werde "konkrete Ergebnisse in Form von gemeinsamen Projekten" vorlegen. Sander betonte, dass jedem EUREKA-Mitglied eine wichtige Rolle zukomme, und verglich die Organisation mit einer Fußballmannschaft. "In der Mannschaft gibt es viel beachtete Stars, andere Spieler leisten viel Arbeit im Mittelfeld, aber alle haben ihre Aufgabe und sind daher wichtig", sagte er. Der scheidende griechische EUREKA-Vorsitz ging während der Konferenz auf die Fortschritte ein, die bei der Annäherung der EU-Forschungsmaßnahmen und EUREKA erzielt wurden. "Bei der Bestimmung der Rolle von EUREKA innerhalb des EFR wurden gute Fortschritte gemacht", sagte der griechische Generalsekretär für Entwicklung, Dimitrios Deniozos. "Bei den Gesprächen mit der Europäischen Kommission haben sich mehrere Schlüsselbereiche ergeben, in denen wir intensiver zusammenarbeiten können." Beispiele dafür seien die Verbindung der finanziellen Unterstützung durch die Rahmenprogramme mit der nationalen Förderung im Rahmen von EUREKA, die gemeinsame Nutzung von Instrumenten und Netzen, von der vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren, und regelmäßige Treffen zur Ankurbelung des Informationsaustauschs über Forschung und Innovation in Europa. "Wir sind alle entschlossen, die Zusammenarbeit zu verstärken und einen Europäischen Forschungsraum für Technologie und Innovation zu verwirklichen, und dies nicht nur in den EU-Ländern, sondern in allen Ländern Europas", sagte der griechische Minister für Entwicklung, Akis Tsohatzopoulos, zum Abschluss der EUREKA-Ministerkonferenz. "Wir überschreiten Grenzen [...] wobei unsere Aktivitäten obendrein von der Zusammenarbeit mit der Kommission profitieren", sagte er.
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