Projekt "Wissenschaft und Gesellschaft" auf zwei weitere Länder ausgedehnt
Ein von der EU unterstütztes Projekt zu Wissenschaft und Gesellschaft, das erfolgreich als Pilotprojekt in Frankreich ins Leben gerufen wurde, wird auf Schweden und Italien ausgedehnt. Das Projekt "Science Generation", das 1,44 Millionen Euro von der Europäischen Kommission erhält, soll Entscheidungsträgern, Politikern, den Medien sowie der Öffentlichkeit allgemein biowissenschaftliche Themen näher bringen. Eine Reihe von Sitzungen, Meinungsumfragen und die Einrichtung eines forschungsbezogenen Netzes werden neben der Anregung einer Debatte auf einer speziellen Website die Hauptaktivitäten der Initiative sein. Das vor zwei Jahren in Frankreich von der Stiftung des Aventis Institut de France ins Leben gerufene Projekt "Science Generation" wird jetzt über FAST (Federazione delle Associazioni Scientifiche e Tecniche, Italienischer Verband von Einrichtungen im Bereich der Wissenschaft und Technologie) und IVA (Schwedische Königliche Akademie für Wissenschaften und Technologie) nach Italien und Schweden gebracht. Die beiden Institute gehören zu EURO CASE (European Council of Applied Sciences and Engineering, Europäischer Rat für Angewandte Wissenschaft und Technik), der ein Partner im Science Generation-Programm ist. Beide werden die Initiative in drei Regionen des jeweiligen Landes einführen: in der Lombardei, in Latium und Sizilien in Italien und in Stockholm, Göteborg und Skåne in Schweden. Dr. Alberto Pieri, Generalsekretär von FAST, zufolge wurden diese beiden Länder ausgewählt, um festzustellen, ob das Projekt sowohl in nord- als auch in südeuropäischen Ländern durchführbar ist. "Falls sich die französische Erfahrung in Italien und Schweden als positiv erweist, können wird das Projekt weiter ausdehnen, eventuell sogar auf die Beitrittskandidaten", sagte er. Das Projekt wird drei Jahre lang in Italien und Schweden laufen und neben Informationen über spezifische nationale Aktivitäten wird auch eine internationale Zusammenarbeit, insbesondere über die Website, erfolgen. Der EU-Kommissar für Forschung, Philippe Busquin, sagte, dieses Projekt werde eine wesentliche Rolle bei der Erklärung der Biowissenschaften spielen. "Wir sagen nicht nur, dass eine umfassende öffentliche Diskussion über die Biowissenschaften wichtig ist. Wir unterstützen sie konkret", sagte er. "'Science Generation' hat die Aufgabe, die Bürger an der Entwicklung der Biowissenschaften zu beteiligen, damit sie ihre Erwartungen an die Biowissenschaften und ihre Vorbehalte gegenüber bestimmten mit ihnen verbundenen Möglichkeiten frei äußern." Fünf interregionale Arbeitsgruppen werden im September 2002 ihre Arbeit aufnehmen. Schwerpunkte werden sein: eine stärker alltagsorientierte Wissenschaft; wissenschaftsfreundlichere Schulen; leichter zugängliche wissenschaftliche Informationen; Förderung von mehr Solidarität zwischen armen und reichen Ländern und die Schaffung von Wissenschaft für den Bürger. Die Diskussionen auf der Website des Projekts, www.science-generation.com werden sich auf Themen wie den Zugang zur Gesundheitsfürsorge in den südlichen Ländern und die Frage therapeutisches Klonen wider reproduktives Klonen konzentrieren.
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Frankreich