Spinout-Gründer dankt EU und ESA
Bei der Vorstellung des Europäischen Netzes für Raumfahrttechnologiezentren (ESINET) am 17. Juli in Brüssel legte Tony Anson von der Brunel University (VK) dar, wie er dank der finanziellen Förderung durch die EU, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und staatliche britische Stellen zwei höchst erfolgreiche Spinout-Unternehmen gründen konnte. Dr. Anson erhielt 1984, als er sich noch als Forscher an der Brunel University mit Weltraumanwendungen für "intelligente" Leichtmetalle beschäftigte, von der ESA einen Zuschuss für Experimente bei verminderter Schwerkraft. Das Ergebnis, "Biosample", ging in Bau und wurde ab 1992 in ganz Europa eingesetzt. Im Verlauf seiner Forschungsarbeiten stellte Dr. Anson fest, dass es für die SMART-Technologie, mit der er sich beschäftigt hatte, Anwendungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich gibt. 1997 wurde die Firma Anson Medical ltd gegründet, die seither Produkte wie Knochenplatten, Herzklappen, Gewebeklammern und neuartige Hüftprothesen herstellt, die sich im Gegensatz zu früheren Modellen mit der Zeit nicht lösen. Obwohl Anson Medical noch ein junges Unternehmen ist, konnte es allein im Juni 2002 seinen Umsatz mit Gefäßtransplantaten auf 200.000 GBP (rund 310.781 Euro) steigern und damit im Vergleich zum Vormonat verdoppeln. Dr. Anson wünscht sich natürlich, dass diese Entwicklung weitergeht. Dr. Ansons Firma erhielt als Vertreter der KMU (kleine und mittlere Unternehmen) finanzielle Unterstützung seitens der EU, der ESA und dem VK, die nach seinen Worten von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und das Wachstum von Anson Medical war. 1997 gründete Dr. Anson außerdem die Firma Dynamic Materials Development Ltd (DMD), die in den Bereichen binäre Informationssysteme, Hüftprothesen und Unterkörperprothesen tätig ist. Dr. Ansons Ziel ist die Entwicklung einer Unterkörperprothese, mit der Querschnittsgelähmte wieder laufen können. 1998 erhielt das Unternehmen eine CRAFT-Prämie der EU, 2001 beteiligte sich DMD an einem BRITE-EURAM-Projekt im Bereich der Zerteilung von Felsen und 2000 erhielt es eine CRAFT-Prämie, um ein neues Leichtmetall zu entwickeln. Ich bin einer der wenigen und vielleicht der einzige Brite, der wirklich an die EU glaubt", sagte Dr. Anson. "Europa muss sich dem Wettbewerb stellen und sich für die Zukunft auf die Konkurrenz der aufkommenden neuen Märkten z.B. in Südostasien einstellen." Abschließend erklärte Dr. Anson, dass Europa zusammenarbeiten muss, da einzelne Länder "auf dem Weltmarkt nicht bestehen können".