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Schweizerischer Nationalfonds fordert höhere staatliche Forschungsinvestitionen

Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hat seinen Aktionsplan für 2004 bis 2007 vorgelegt. Darin schlägt er eine Reihe von neuen Instrumenten und Reformen vor und ruft Bundesrat und Parlament der Schweiz auf, wieder mehr in die Fo...

Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hat seinen Aktionsplan für 2004 bis 2007 vorgelegt. Darin schlägt er eine Reihe von neuen Instrumenten und Reformen vor und ruft Bundesrat und Parlament der Schweiz auf, wieder mehr in die Forschung zu investieren. Der Aktionsplan basiert auf Ratschlägen einer internationalen Expertengruppe. Obwohl die Schweizer Grundlagenforschung weltweit zu den besten gehöre, gebe es Anzeichen für eine Abnahme ihrer Wettbewerbsfähigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des SNF. Ein Grund dafür seien die knappen Mittel. Nach Angaben des SNF waren die öffentlichen Subventionen in den letzten zehn Jahren rückläufig, während die Konkurrenten der Schweiz massiv in diesen Bereich investiert hätten. Der Verband plädiert daher für eine Aufstockung seiner Mittel bis 2007 um 80%. Betroffen davon sei vor allem die freie Grundlagenforschung außerhalb von Forschungsprogrammen. Hier sei die Nachfrage nach finanzieller Unterstützung in den letzten zehn Jahren um 42 Prozent angestiegen - die bereitgestellten Mittel seien aber nur um 17 Prozent erhöht worden. Neben der verstärkten Unterstützung der freien Grundlagenforschung und entwicklung schlägt der SNF eine intensivere Förderung der risikoreichen Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses vor. Dazu sollen unter anderem das Einkommen von Forschern und die Forschungsdarlehen aufgestockt werden. Der SNF hat vor kurzem bei in der Schweiz niedergelassenen Forschern eine Umfrage über die Organisation durchgeführt. Die Mehrheit der Befragten zeigte sich zwar zufrieden mit der Arbeit des Fonds, doch wurden auch Reformvorschläge laut. So wurden etwa eine offenere Haltung des SNF in Bezug auf unkonventionelle und interdisziplinäre Forschungsprojekte sowie verstärkte Anstrengungen im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verlangt. Die Schweiz ist seit Juni 2002 als assoziierter Staat an den Forschungstätigkeiten der EU beteiligt. Es wird erwartet, dass die bilaterale Vereinbarung über die Beteiligung am Fünften Rahmenprogramm im Hinblick auf die volle Beteiligung der Schweiz am Sechsten Rahmenprogramm neu ausgehandelt wird.