EU-Handelskommissar fordert intensivere Finanzierung der AIDS-Forschung
In einer Rede am Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember forderte EU-Handelskommissar Pascal Lamy eine intensivere Finanzierung der AIDS-Forschung. "An jeden mit AIDS Infizierten, insbesondere in den Entwicklungsländern, [...] möchte ich folgende Worte richten: Es ist Hoffnung in Sicht. Dazu muss jedoch jeder, der einen Beitrag leisten kann, jetzt handeln. Dies bedeutet, dass weltweit gemeinsame Anstrengungen unternommen werden müssen und dass alle ihre Finanzmittel in die Umsetzung ihrer Versprechen stecken, so gut sie eben können. Mit allen meine ich alle Beteiligten: Regierungen, Geberorganisationen, Industrielle, Nichtregierungsorganisationen. Lasst uns das Problem gemeinsam angehen", so Lamy. Der Kommissar forderte insbesondere mehr Investitionen in die Forschung sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor, um "ein Heilmittel und einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln". In einem im November gemeinsam von den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Bericht heißt es, dass 42 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert sind. Im Jahr 2002 haben sich fünf Millionen Menschen infiziert. In diesem Jahr sind bereits mehr als drei Millionen Menschen an AIDS gestorben. Die Europäische Kommission wird unter dem Sechsten Rahmenprogramm für Forschung eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1155 Millionen Euro zur Bekämpfung schwerer Krankheiten bereitstellen.