70 Millionen Euro für INTAS zur Förderung der NUS-Teilnahme am RP6
Auf ihrer Hauptversammlung in Brüssel im Dezember hat INTAS, die Internationale Vereinigung zur Förderung der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) der ehemaligen Sowjetunion, positiv auf den Beschluss der Europäischen Kommission reagiert, die INTAS-Aktivitäten bis 2006 weiter zu fördern. INTAS wurde im Juni 1993 als gemeinnützige, unabhängige Organisation mit dem Ziel gegründet, Wissenschaftler aus den Neuen Unabhängigen Staaten beim Aufbau von Partnerschaften zwischen dem Osten und dem Westen zu unterstützen. Die Maßnahmen der INTAS umfassen: die Gründung von Wissenschaftsgemeinschaften durch Partnerschaft, die Förderung gemeinsamer hochwertiger Forschungsprojekte, die Bewertung aller vorgeschlagenen Projekte anhand von Prüfungsverfahren durch Experten und die Unterstützung von jungen Wissenschaftlern bei innovativen Forschungsprojekten. Der Exekutivsekretär von INTAS Dr. Jaak Sinnaeve definierte INTAS als "ein spezielles Instrument für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Neuen Unabhängigen Staaten (NUS) und einen Austausch über wissenschaftliche Prioritäten für eine nachhaltige sozioökonomische Entwicklung in den NUS". Er gab diese Stellungnahme auf der Einführungsveranstaltung für das Sechste Rahmenprogramm der Europäischen Kommission ab, auf der ebenfalls ein INTAS-Workshop über die Zukunft der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den NUS stattfand. Die aktive Teilnahme von INTAS am Sechsten Rahmenprogramm (RP6) gewährleistet eine engere Integration von Drittstaaten in den Europäischen Forschungsraum (EFR) und ist außerdem ein Anreiz für NUS-Partnerstaaten, an allen vorrangigen Themenbereichen des RP6 teilzunehmen und von den ihnen zur Verfügung stehenden Förderinstrumenten (Exzellenznetze und integrierte Projekte) zu profitieren. INTAS hat bereits zukünftige Initiativen im Zusammenhang mit dem RP6 geplant: Es wird davon ausgegangen, dass im Frühjahr 2003 ein offener Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen zur Vergabe von Stipendien an junge NUS-Wissenschaftler veröffentlich wird. Über diese Aufrufe wird in ausgewählten wissenschaftlichen Fachzeitschriften und auf der Website von INTAS informiert.