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Inhalt archiviert am 2023-01-13

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EU-Initiative soll den Entwicklungsländern Technologievorteile bringen

Die Europäische Union wird drei Millionen Euro für Initiativen zur Förderung des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Entwicklungsländern aufwenden. In einer Mitteilung mit dem Titel "Die Rolle der IKT in der Entwicklungspolitik der EG" vert...

Die Europäische Union wird drei Millionen Euro für Initiativen zur Förderung des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Entwicklungsländern aufwenden. In einer Mitteilung mit dem Titel "Die Rolle der IKT in der Entwicklungspolitik der EG" vertritt die Kommission die Ansicht, die Förderung von IKT in den Entwicklungsländern sei keine Priorität an sich, sondern vielmehr als Hilfsmittel im Rahmen ihrer allgemeinen Entwicklungsstrategie zu betrachten. In einem Anhang zu dieser Mitteilung heißt es: "...die Entscheidung, diese neuen Chancen zu nutzen, [liegt] bei den Entwicklungsländern selbst und bei den lokalen Gemeinschaften. Unerlässlich ist, dass sie Eigentümer sind. Die internationale Gemeinschaft ihrerseits kann eine aktive Rolle übernehmen, indem sie auf die möglichen Vorteile neuer politischer Wege hinweist und interessierten Ländern dabei behilflich ist, [diese] zu entwickeln." Die vom Amt für Zusammenarbeit EuropeAid geleitete Initiative hat die Integration von Entwicklungsländern in die Weltwirtschaft durch Beteiligung an der Informationsgesellschaft zum Ziel, insbesondere durch Pilotprojekte in folgenden Bereichen: - Förderung der Entwicklung der IKT-Politik und der Reform der Rechtsvorschriften in den einzelnen Entwicklungsländern sowie die allgemeine Beteiligung an der Diskussion der politischen und technischen Fragen bezüglich IKT und Internet; - Ausbau der IKT-Kapazitäten von Einzelpersonen und Institutionen durch eine Reihe gezielter Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zum Wissensaustausch; - Förderung der Beteiligung am globalen elektronischen Handel und anderen elektronischen Netzwerken; - Förderung der Entwicklung elektronischer Behördendienste in Entwicklungsländern mit Schwerpunkt auf der Entwicklung lokaler Inhalte und einheimischer Sprachen. Man hofft, dass derartige Maßnahmen in den Entwicklungsländern die Notwendigkeit des Übergangs zu einer wissensbasierten Gesellschaft auf höchster politischer Ebene bewusst machen. Die Maßnahmen sollen diese Länder ferner bei der Schaffung eines Rechtsrahmens unterstützen, der die Entwicklung von Informationsgesellschaften im Einklang mit internationalen Vereinbarungen erleichtert. Bei der Entscheidung, welche Gebiete zuerst in den Genuss von EU-finanzierten Initiativen kommen, wird den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt, darunter einer Reihe von subsaharischen Ländern Afrikas, der Vorrang eingeräumt, gefolgt von Entwicklungsländern der niedrigen bis mittleren Einkommensgruppe und den übrigen Entwicklungsländern. Die Auswirkungen der Pilotprojekte werden mit verschiedenen Mitteln bewertet, so z.B. die Messung des Niveaus der Telekommunikation und des Datenverkehrs im Internet, die Bewertung der Bekanntheit und des Einsatzes von IKT, die Überwachung der Anzahl von IKT-Strategien und Politiken und die Aufzeichnung des von den privaten Technologiesektoren und der Zivilgesellschaft bekundeten Interesses.

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