ITER-Projekt ist laut Busquin und Haigneré wichtig für die Entwicklung nachhaltiger Energieträger in Europa
Forschungskommissar Philippe Busquin traf sich am 19. Februar mit Claudie Haigneré, der französischen Ministerin für Forschung und Neue Technologien, um über verschiedene wichtige europäische Forschungsangelegenheiten zu sprechen, darunter das Projekt "Internationaler Thermonuklearer Versuchsreaktor" (ITER). Mit dem ITER-Vorhaben soll gezeigt werden, dass die Energiegewinnung aus der Kernfusion wissenschaftlich und technologisch machbar ist. Haigneré und Busquin waren sich einig, dass ITER als erste Kernfusionsanlage, die thermische Energie im Kraftwerksmaßstab erzeugt, von besonderer Bedeutung für das Ziel Europas ist, nachhaltige Energieformen zu entwickeln. Im Verlauf der Gespräche bestand außerdem Einigkeit darüber, dass alle möglichen Perspektiven berücksichtigt werden müssten, um einen erfolgreichen europäischen Vorschlag für den Standort des ITER-Reaktors vorzulegen. Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin hatte vor kurzem einen Standort im Département Bouches-du-Rhône vorgeschlagen. Spanien, Japan und Kanada haben ebenfalls Standorte in ihren Ländern angeboten. Des Weiteren waren beide Politiker der Meinung, dass die europäische Raumfahrtpolitik von besonderer strategischer Bedeutung sei und eine bessere Koordination aller Beteiligten auf europäischer Ebene notwendig sei. Abschließend wiederholten Haigneré und Busquin ihre Zusage, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in der EU, wie vom Europäischen Rat in Barcelona beschlossen, bis 2010 auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen.
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Frankreich